Mini-Gau im Wohnzimmer?

Wird der Reaktor zu heiß, dehnt sich der Brennstab immer weiter aus, was die Reaktion und damit die Wärmeentwicklung verlangsamt. Diese Ausdehnung der Brennstäbe bei höherer Temperatur ist letztlich das zentrale Sicherheitsmerkmal der Technik. Funktioniert sie nicht oder wird dennoch zu viel Hitze erzeugt - beispielsweise weil Kühlsysteme ausfallen -, kann es zu einem atomaren Unfall am Standort des Mini-Atomkraftwerks kommen. In diesem Fall das Golem.de-Büro.

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Auch wenn "Mini-GAU" (größter anzunehmender Unfall) im Unterschied zu "Super-GAU" irgendwie süß klingt, ist damit nicht zu spaßen. Die Fachleute von Terrapower beschwichtigen zwar, dennoch will man sich nicht unbedingt vorstellen, was mit Wohnung, Gebäude und vor allem den darin lebenden Menschen und Haustieren bei einem Unfall geschieht. Schaut man nach Fukushima (Japan), Tschernobyl (Ukraine) oder Harrisburg (USA), kann man sich grob ausmalen, wie verheerend selbst kleine Atomunfälle sein dürften.

Aus Sicht von Umweltverbänden ist Atomkraft keine Lösung

Doch nicht nur die gefährliche Natriumkühlung ist Gegenstand von Kritik. Sicherheitsfachleute weisen auf den fehlenden Schutz vor Erdbeben, Naturkatastrophen oder terroristischen Anschlägen hin. Im Wohnzimmer könnten selbst tobende Kinder ein Problem darstellen. Die von Gates vorgeschlagene Lösung, zumindest die größeren TWR-Kraftwerke unter der Erde zu betreiben, dürften die Probleme höchstens teilweise beseitigen.

Umweltverbände machten in einer Erklärung deutlich, dass Atomkraftwerke aus ihrer Sicht keine Lösung für die Klimakatastrophe sind. Vielmehr würde die Atomkraft die verfügbaren Investitionsmittel in die erneuerbaren Energien blockieren.

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Auch wenn Olberman von der adaptiven Fähigkeit des Mini-Atomkraftwerks schwärmt, das sich auf den Verbrauch einstellen soll, kann auch die TWR-Technik die Energieproduktion nicht dynamisch anpassen und liefert vor allem Grundlast. Sprich: Es wird kontinuierlich Strom geliefert, egal ob er gerade benötigt wird oder nicht.

Das verträgt sich jedoch schlecht mit den erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind, die je nach Wetterlage hochdynamisch viel oder wenig Strom produzieren. Hierauf müssten moderne Kraftwerke reagieren können, um schnell zu- oder abgeschaltet zu werden. Atomkraft eignet sich hierfür - im Unterschied zu Gas-, Kohle- oder Wasserstoffkraftwerken - jedoch nicht. Stattdessen müssen in Kombination mit Atomkraft im Fall des Falles Windkrafträder stillstehen. Das passiert schon jetzt immer wieder.

Bluescreen im Atomkraftwerk

Trotz all der Kritik und Gefahren ertappen wir uns immer wieder dabei, wie wir die App aufrufen und die Stromproduktion und den Verbrauch begutachten. Es ist ein schönes Gefühl, seinen eigenen Strom zu erzeugen. Wahrscheinlich würde es uns mit einer Solarzelle auf dem Dach oder einem Blockheizkraftwerk im Keller ähnlich gehen.

Wie wir die Klimakatastrophe verhindern: Welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind

Dabei weiß die App aber nicht vollständig zu überzeugen. Immer wieder gibt es Anzeigefehler. Mehrfach friert die App ein. Manchmal gibt sie eine kryptische Fehlermeldung aus, die ebenfalls retro in weißer Schrift auf blauem Grund ausgegeben wird. Ein klassischer Bluescreen im Atomkraftwerk. Die App sei noch ein Prototyp und habe noch den einen oder anderen Fehler, sagt Olberman.

Ein bisschen Angst macht uns das zugegebenermaßen schon. Was uns auch nicht beruhigt: die ebenfalls im Lieferumfang enthaltenen Jodtabletten, die dazu dienen, dass sich bei einem Atomunfall kein radioaktives Jod im Körper anreichert. In unserem Kopf läuft sofort ein Film ab: Was, wenn die App doch kein reines Anzeigetool ist, sondern sich das Kraftwerk mit ihr auch steuern lässt? Womöglich sogar von außen?

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 Die App hat Kacheln wie bei WindowsTerrapower-Reaktor: Verfügbarkeit und Fazit 
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Eheran 03. Apr 2021

Ich weiß nicht, warum du dich so auf die 50 % versteifst. Da steht >>50 %, also irgendwas...

torstenj 02. Apr 2021

Könnte nicht durch eine Kollaboration mit Elon Musk ein Bitcoin-Miner integriert werden...

gan 01. Apr 2021

Die Idee gab es tatsächlich mal. Über Modelle ging es jedoch nie hinaus: https://de...

gan 01. Apr 2021

Nett geschrieben ist der Artikel, aber eben an vielen Stellen derart überzogen, dass er...

AllDayPiano 01. Apr 2021

Kein Deppenapostroph im Titel - eine Wohltat :-)



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