Abo
  • Services:
Anzeige
Funktionsprototyp eines 300 GHz Mehrkanal-Funksystems zur weiteren Integration als System-on-Chip
Funktionsprototyp eines 300 GHz Mehrkanal-Funksystems zur weiteren Integration als System-on-Chip (Bild: Fraunhofer IAF)

Terranova Projekt: Fraunhofer-Forscher arbeiten an 5G-Nachfolger

Funktionsprototyp eines 300 GHz Mehrkanal-Funksystems zur weiteren Integration als System-on-Chip
Funktionsprototyp eines 300 GHz Mehrkanal-Funksystems zur weiteren Integration als System-on-Chip (Bild: Fraunhofer IAF)

5G-Mobilfunk wird nicht lange für den steigenden Datenbedarf ausreichen. 6G soll darum 400 Gigabit pro Sekunde transportieren und Glasfasertechnologie mit der Richtfunkübertragung verbinden.

Fraunhofer-Experten forschen bereits im Rahmen des EU-Projekts Terranova an 6G-Mobilfunk. Das gab das Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik (IAF) bekannt. Bis Ende 2019 arbeitet das Terranova -Team daran, Terahertz-Funktechnik in Glasfasernetze mit hohen Datenraten einzubetten und neue Frequenzbänder zu erschließen.

Anzeige

Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die vorhandenen Frequenzbänder in Zukunft nicht ausreichen werden, um die steigende Nachfrage nach stabiler drahtloser Kommunikation zu bedienen. 5G soll für den Endkunden mindestens eine Datenübertragungsrate von 100 MBit/s überall im Netzwerk bringen. Der neue Mobilfunkstandard kommt bis zum Jahr 2020 und soll 10 GBit/s, bei einigen Anwendungen sogar 20 GBit/s, eine sehr niedrige Latenzzeit von weniger als 1 Millisekunde und hohe Verfügbarkeit erreichen. Bei dem chinesischen Mobilfunkausrüster Huawei gilt 5G intern bereits als etwas, "an dem wir mal gearbeitet haben".

Forscher des IAF arbeiten gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI), sowie weiteren Partnern aus Industrie und Forschung im Rahmen des EU-geförderten Projekts Terranova. Ziel ist es, eine Netzverbindung im Terahertz-Frequenzbereich zu ermöglichen, die so stabil ist, dass Daten auch drahtlos mit einer Rate von bis zu 400 Gigabit pro Sekunde transportiert werden können.

Die Forscher wollen Glasfasertechnologie mit der Richtfunkübertragung verbinden. Allerdings sind die Frequenzen, auf denen sich Mobilfunk derzeit bewegt, zu niedrig, um die Datenrate bereitzustellen, die für eine Übertragung auf Glasfaserniveau nötig ist. "Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Frequenz, desto weniger Bandbreite. Um auf der Funkstrecke eine Datenrate zu erreichen, die mit der Glasfaser vergleichbar ist, muss daher auf Frequenzen im Terahertz-Bereich gesendet werden", sagte Projektleiter Thomas Merkle vom Fraunhofer IAF. "Wir wollen das Potenzial, das in der Glasfaser liegt, voll ausschöpfen, es aber nicht auf das Kabel beschränken, sondern auch auf die Funkstrecke übertragen."

Nahtloser Handover zwischen WLAN und Mobilfunk

Der Wechsel mobiler Nutzer zwischen Mobilfunknetz und WLAN soll zudem so gestaltet werden, dass die Übergänge zwischen den Zugangstechnologien gar nicht bemerkt werden.

Das Fraunhofer IAF konzentriert sich vor allem auf die Funkstrecke und die Integration von Funkmodulen auf Chipebene. Eine der Herausforderungen dabei sei, eine Basisbandschnittstelle zur Glasfaser zu integrieren und die Umsetzung der Signale auf dem Chip zu berücksichtigen. Das Fraunhofer HHI erforscht die Signalprozessierung, sodass möglichst störungsfrei von der Antenne abgestrahlt werden kann. Dafür müssten spezielle Algorithmen entwickelt werden, die die Signalverarbeitung möglichst effizient und energiesparend umsetzen.

Von Seite der Netzbetreiber sind die Altice Labs aus Portugal an dem Projekt beteiligt. Altice ist ein niederländischer Netzbetreiber und gehört dem französischen Milliardär Patrick Drahi.


eye home zur Startseite
beuteltier 08. Nov 2017

Für 5G ist ohnehin der massive Einsatz von Picocells geplant, um auch in innenräumen hohe...

M.P. 08. Nov 2017

Wenn Provider kein VoLTE anbieten, und die GSM/UMTS Netze weiter ausgedünnt werden...

M.P. 07. Nov 2017

Na, da hoffe ich, dass zumindest die Frequenzen weiterhin zur Benutzung zur Verfügung...

RipClaw 07. Nov 2017

Die Lizenzen für 3G laufen zwischen 2020 und 2022 aus und die für 4G laufen noch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Endress+Hauser Conducta GmbH+Co. KG, Waldheim (bei Dresden)
  2. Gladbacher Bank AG, Mönchengladbach
  3. Vodafone Kabel Deutschland GmbH, München
  4. Computacenter AG & Co. oHG, verschiedene Standorte


Anzeige
Top-Angebote
  1. 144,90€ statt 159,90€
  2. (u. a. Assassins Creed Origins 39,99€, Watch Dogs 2 18,99€, The Division 16,99€, Steep 17...
  3. mit Gutscheincode "PCGBALLZ" (-23%) 45,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Umwelt

    China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung

  2. Marktforschung

    Viele Android-Apps kollidieren mit kommendem EU-Datenschutz

  3. Sonic Forces

    Offenbar aktuellste Version von Denuvo geknackt

  4. KWin

    KDE beendet Funktionsentwicklung für X11

  5. Sprachassistenten

    Alexa ist Feministin

  6. Elektromobilität

    Elektroautos werden langsam beliebter in Deutschland

  7. Crypto-Bibliothek

    OpenSSL bekommt Patch-Dienstag und wird transparenter

  8. Spectre und Meltdown

    Kleine Helferlein überprüfen den Rechner

  9. Anfrage

    Senat sieht sich für WLAN im U-Bahn-Tunnel nicht zuständig

  10. Gaming

    Über 3 Millionen deutsche Spieler treiben regelmäßig E-Sport



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Ein Jahr Trump: Der Cheerleader der deregulierten Wirtschaft
Ein Jahr Trump
Der Cheerleader der deregulierten Wirtschaft
  1. US-Wahl 2016 Twitter findet weitere russische Manipulationskonten
  2. F-52 Trump verkauft Kampfjets aus Call of Duty
  3. Raumfahrtpolitik Amerika will wieder zum Mond - und noch viel weiter

Sgnl im Hands on: Sieht blöd aus, funktioniert aber
Sgnl im Hands on
Sieht blöd aus, funktioniert aber
  1. NGSFF alias M.3 Adata zeigt seine erste SSD mit breiterer Platine
  2. Displaytechnik Samsung soll faltbares Smartphone auf CES gezeigt haben
  3. Vuzix Blade im Hands on Neue Datenbrille mit einem scharfen und hellen Bild

Matthias Maurer: Ein Astronaut taucht unter
Matthias Maurer
Ein Astronaut taucht unter
  1. Planetologie Forscher finden große Eisvorkommen auf dem Mars
  2. SpaceX Geheimer Satellit der US-Regierung ist startklar
  3. Raumfahrt 2017 Wie SpaceX die Branche in Aufruhr versetzt

  1. Re: @wasgeht/FWP: "Rückstoß im rechten Winkel zur...

    Eheran | 21:34

  2. Siri ist btw. nicht weiblich...

    picaschaf | 21:32

  3. Re: Migration X11 -> Wayland

    glasen77 | 21:30

  4. Re: Kann man auch eine männliche Stimme einstellen?

    Schläfer | 21:30

  5. Re: was ein blödsinn...

    cuthbert34 | 21:28


  1. 18:19

  2. 17:43

  3. 17:38

  4. 15:30

  5. 15:02

  6. 14:24

  7. 13:28

  8. 13:21


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel