Terminierung: Vodafone macht GBit-Bündeltechnik im Netz mit Ericsson

TV-Kabelnetz und LTE zusammen: Ericsson macht die Terminierung im Netz für den neuen GBit-Bündelrouter von Vodafone. Das Endgerät beim Kunden baut der schwedische Konzern jedoch nicht.

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Der Prototyp des Bündelrouters
Der Prototyp des Bündelrouters (Bild: Vodafone)

Vodafones Prototyp eines Gigabit-Bündelrouters auf der Cebit 2016 basiert auf Technik von Ericsson. Das Gerät verspricht 500 MBit/s im Kabel und 500 MBit/s im Mobilfunk, zusammen sollen über 1 GBit/s erreicht werden. "Die Lösung am Vodafone-Stand und im VIP-Lab des Netzbetreibers ist von Ericsson. Wir machen aber nicht das Endgerät auf Kundenseite. Ericsson macht die Terminierung im Netz", sagte ein Ericsson-Sprecher Golem.de auf Anfrage.

Um die Technologie auch in die kundenseitigen Endgeräte zu bekommen, arbeitet Ericsson eng mit Intel zusammen und stellt dafür eine Testumgebung in Ericssons Forschungs- und Entwicklungszentrum Eurolab bei Aachen zur Verfügung. Für das Endgerät komme jeder Hersteller von Customer-Premises-Equipment in Frage, erklärte Ericsson.

Die Bündelung übernimmt am Messestand eine Software, die auf einem Mini-PC läuft und mit einer Fritzbox von AVM zusammenarbeite, sagte ein Vodafone-Beschäftigter.

Internetzugänge mit LTE-Mobilfunk kombinieren

Intels Lantiq-Sparte und Ericsson arbeiten im Bereich Hybrid-Access-Netzwerke zusammen, damit TV-Kabel oder DSL-Netzbetreiber ihre Internetzugänge mit LTE-Mobilfunk kombinieren können. Das hatte Intel im Oktober 2015 erklärt. Auf dem Broadband World Forum in London präsentierten beide Unternehmen ihre "hybride End-to-End-Technik". Lantiq ist schon länger im Bereich der Chipentwicklung für Hybrid-Router aktiv.

Intel und Ericsson zeigten End-to-End-Ausstattung auf Basis des Multipath Transmission Control Protocols (MPTCP). Ericsson fügt das Protokoll seinem Multi-Service-Proxy-(MSP-)Netzwerkknoten hinzu. Intel integriert die Technologie in seine neuen DSLTE-Home-Gateway-Referenzdesigns.

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