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Eine neue, düstere Zukunft

Terminator: Dark Fate etabliert, dass Terminator 2 Erfolg hatte. Sarah Connor hat die Welt gerettet, ihr Motto "Kein Schicksal", das besagt, dass sich die Zukunft ändern lässt, ist aber nur bedingt korrekt. Denn es kollidiert mit dem, was man als menschliche Dummheit, vielleicht auch Hybris, bezeichnen könnte. Skynet mag nicht erschaffen worden sein, an seine Stelle trat jedoch eine andere künstliche Intelligenz, die für die Cyberkriegsführung entwickelt wurde und ihre Fähigkeiten gegen den Menschen einsetzte. Die Geschichte wiederholt sich, der Schrecken einer postapokalyptischen Zukunft wird wieder wahr. Es ist Schicksal, es führt kein Weg daran vorbei, alle Bemühungen von Sarah Connor erreichten nur einen Zeitaufschub und eine Veränderung der Umstände, das Ergebnis ist jedoch das Gleiche.

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Der Film spielt mit dem Element der Staffelstabübergabe. Sarah sieht in Dani sich selbst: Eine unbedarfte, normale junge Frau, die angesichts einer mörderischen Gefahr über sich selbst hinauswachsen muss. Das ist eine große Rolle für Linda Hamilton, die hier deutlich mehr zu tun hat als Arnold Schwarzenegger. Dessen Figur ist ein geläuterter Terminator und taucht erst etwa zur Hälfte des Films auf. Aber es ist eine gute Altersrolle, die zugleich auch den Abschied bedeutet, denn nach Terminator: Dark Fate kann es keinen Terminator mit Arnold Schwarzeneggers Konterfei mehr geben.

Ein neuer Terminator

Die Zukunft ist anders, was mit Veränderungen einhergeht. Das zeigt sich nirgendwo besser als im aktuellen Terminator, dem Modell Rev-9, das das Beste zweier Welten miteinander verbindet. Er ist Endoskelett und flüssiges Metall zugleich, die Kulmination dessen, was man in Terminator 2 gesehen hat. Das ist technisch beeindruckend umgesetzt. Die Computeranimationen geben sich hier keine Blöße. Der Terminator hat in seiner Endoskelettform Schwere - der Boden bebt, wenn er auf ihm aufkommt.

Wirklich schlecht ist in diesem Film rein technisch gesehen nur eine Szene. Ganz am Anfang sieht man, wie die klassischen Terminator-Modelle an einem Strand aus dem Wasser auftauchen. Das wirkt seltsam schwerelos, die Wasserverdrängung erscheint nicht akkurat, die 200 Kilogramm schweren Robotergestalten scheinen der Schwerkraft zu trotzen.

Exzellent ist die Verjüngungstechnologie, die man schon in Filmen wie Logan: the Wolverine oder unlängst in Gemini Man eingesetzt sah. Hier ist sie nur für eine Szene notwendig, in der man die jungen Versionen von Linda Hamilton und Arnold Schwarzenegger sieht. Sogar der elfjährige Edward Furlong ist dabei. Sowohl beim T-800 als auch bei John Connor wurde auf Body-Doubles zurückgegriffen. Brett Azar, der diesen Job schon in Terminator: Genysis übernahm, spielt den T-800, während Jude Collie den jungen John Connor gibt. Die Gesichter sind aber die von Arnold Schwarzenegger und Edward Furlong - nur deutlich jünger.

Jedes Ende ist auch ein Anfang

Vor einiger Zeit sagte James Cameron, dass Terminator: Dark Fate das Ende der Reihe sei. Später hieß es dann, der Film sei, so er erfolgreich genug ist, der Auftakt einer neuen Trilogie. Tatsächlich ist beides wahr, schließt er doch ab, was mit Terminator und Terminator 2 begonnen wurde, bereitet aber die Bühne für eine ganz neue Saga mit ganz neuen Figuren und einem ganz neuen Hintergrund.

Der neue Film etabliert ohne einen Zweifel, dass es die Zukunft, aus der der T-800 kommt, nie gegeben hat. Entsprechend kann es dieses Terminator-Modell auch nie gegeben haben. Damit wird etwas möglich, was in der bisherigen Terminator-Saga praktisch undenkbar war: dass diese Filme ohne Arnold Schwarzenegger funktionieren.

Terminator: Dark Fate ist der Schwanengesang für Schwarzenegger, eine große Altersrolle, die zu den Wurzeln seines Erfolgs als Schauspieler zurückführt und einen Höhepunkt darstellt. Während Schwarzenegger für ein mögliches Sequel also außen vor ist, könnte Linda Hamilton wieder dabei sein. Das macht diesen sechsten Film der Reihe zum Äquivalent dessen, was Das Erwachen der Macht für die Star-Wars-Saga gewesen ist: eine Verbeugung vor der Vergangenheit und ein Flottmachen für die Zukunft.

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 Terminator: Dark Fate: Die einzig wahre Fortsetzung eines Klassikers?
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shinduke 29. Okt 2019

Ganz ehrlich...Ein Terminator, der tatsächlich an Terminator 2 anknüpft und nicht...

MickeyKay 29. Okt 2019

Richtig. Genau deshalb haben Verstärker ja diese Information. Wieso sträubst du dich...

MickeyKay 28. Okt 2019

...also als zeitlose Klassiker, die die Filmgeschichte verändert haben und die man immer...

schueppi 28. Okt 2019

So ein Lastwagen voller iRobots darf dann aber auch nicht fehlen!


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