Teradata: SAPs Hana "ist gestohlen"

Teradata verklagt SAP wegen geistigem Diebstahl beim Kernprodukt Hana. SAP reagiert mit Verwunderung, doch der Vorwurf ist nicht neu.

Artikel veröffentlicht am ,
SAP Büro im Jahr 1983
SAP Büro im Jahr 1983 (Bild: SAP)

Teradata verklagt den deutschen Konkurrenten SAP. Wie das US-Unternehmen bekanntgab, wurde die Klage wegen des Verstoßes gegen das Urheber- und gegen das Kartellrecht beim U.S. District Court des Northern District of California (PDF) eingereicht.

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"SAP köderte Teradata mit einem angeblichen Joint Venture, um Zugang zu Teradatas wertvollem geistigen Eigentum zu erhalten", erklärte der Datenbankhersteller wörtlich. "Dabei war es SAPs Ziel, an Teradatas Geschäftsgeheimnisse zu gelangen, welche über einen Zeitraum von vier Jahrzehnten entwickelt wurden, um diese schnell zu nutzen und ein Konkurrenzprodukt - wenn auch ein minderwertiges - zu entwickeln und am Markt anzubieten. Dieses Produkt ist SAP Hana." Kurz vor der Veröffentlichung von SAP Hana habe das Unternehmen die Partnerschaft mit Teradata kurzfristig aufgekündigt. Zusätzlich habe SAP damit begonnen, Teradata-Systemen den Zugriff auf Daten, die Kunden in SAP-Systemen vorhalten, signifikant zu erschweren.

Teradata: Unterlassung und Schadensersatz gefordert

Teradata strebt eine Unterlassungsklage gegen SAP an und fordert Wiedergutmachung der entstandenen Schäden. SAP Hana ist eine Entwicklungsplattform von SAP für Softwareanwendungen.

Ziel des Joint Venture war es, SAPs ERP-Anwendung und das Business Warehouse Reporting Tool (SAP BW) mit Teradatas MPP- (Massiv Parallel Processing) Architektur für EDAW zu verbinden.

SAP-Sprecherin Kamila Laures erklärte Golem.de auf Anfrage: "SAP hat die Teradata-Klage vor einem US-Gericht in Kalifornien mit Überraschung zur Kenntnis genommen. In der Regel kommentieren wir keine laufenden Verfahren. Wir prüfen den Fall aber derzeit genau und behalten uns gegebenenfalls weitere Aussagen vor."

Bereits im Jahr 2015 wurde über Vorwürfe berichtet, die ein ehemaliger Angestellter von SAP nach einer internen Revision erhoben habe. Ihm zufolge soll sich das Unternehmen unter anderem bei der Entwicklung von Hana bei Technologien von Oracle, IBM und Teradata bedient haben. SAP habe bei Prüfungen nach eigenen Angaben allerdings keine Hinweise auf Rechtsverstöße gefunden, sondern fühle sich von dem Mitarbeiter "aufgrund einer hohen Geldforderung erpresst".

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Anonymer Nutzer 25. Jun 2018

genau ... es gibt keine anderen in-memory lösungen ...

Smartcom5 23. Jun 2018

Okay, scheint als wärest Du der Einzige mit Durchblick. ;) So ziemlich jede...

derdiedas 21. Jun 2018

So ein Quatsch... denen geht schlicht und ergreifend nach 4 Jahren massiv sinkender...

derdiedas 21. Jun 2018

Und geht dann spätestens 24-36Monate später in den Konkurs. Seit 4 Jahren in Folge...


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