Tentacle Remastered im Test: Abenteuer mit der hochaufgelösten lila Gefahr

Das Adventure Day of the Tentacle gilt als eines der besten Spiele aller bisheriger Zeiten, nun hat Double Fine eine Neuauflage mit schönerer Grafik und Audiokommentaren der Entwickler veröffentlicht. Golem.de ist begeistert!

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Day of the Tentacle
Day of the Tentacle (Bild: Screenshot Golem.de)

Es gibt Menschen, die denken beim Verspeisen einer Portion Tintenfischringe, dass sie vielleicht gerade die Eroberung der Weltherrschaft durch ein lila Tentakelmonster verhindern. Diese Menschen haben mit ziemlicher Sicherheit irgendwann in den vergangenen 23 Jahren das Adventure Day of the Tentacle gespielt - und darin verhindert, dass ein mutiertes lila Tentakel besagte Weltherrschaft an sich reißt.

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Jetzt gibt es das 1993 von Lucas Arts veröffentlichte Adventure in einer Neuauflage. Die trägt den schlichten Namenszusatz "Remastered" und erzählt, wie drei Freunde plus ein netter grüner Fangarm und ein irrer Wissenschaftler die Welt retten. Kurz nach dem Start landen der Rocker Hoagie, die Blondine Laverne und der Streber Bernard in drei unterschiedlichen Zeitebenen. Der Spieler kann meist wählen, wen er steuert - und muss natürlich die Aktionen des Trios sinnvoll kombinieren.

  • Auch für den Audiokommentar der Entwickler gibt es Untertitel - teils leider mit kleinen Fehlern. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Hauptmenü wählt der Spieler das Bonusmaterial oder startet das Abenteuer. (Screenshot: Golem.de)
  • Die neu gezeichnete Grafik wechselt per F1-Taste ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... zur Originalfassung von 1993. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit einem kontextsensitiven Menü wählt der Spieler seine Aktionen. (Screenshot: Golem.de)
  • Im Optionenmenü gibt es alle relevanten Einstellungen für die alte und neue Version. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bedienung auf dem PC ist recht einfach gehalten. (Screenshot: Golem.de)
  • Sprachausgabe und Untertitel lassen sich frei wählen. (Screenshot: Golem.de)
  • Bernard in der neuen Grafik ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und mit Menü im klassischen Stil (Screenshot: Golem.de)
Bernard in der neuen Grafik ... (Screenshot: Golem.de)


Sehr viel mehr verraten wir an dieser Stelle nicht über die spannende, vor allem aber mit viel Humor erzählte Handlung. Interessant ist die Neuauflage aber auch, weil sie eine überarbeite, viel schönere Grafik bietet - jedenfalls finden wir sie gelungen. Wer das anders sieht, kann etwa am PC jederzeit zwischen der Originalfassung und eben der neu gezeichneten Optik wechseln.

Die Bedienung in der neuen Grafik erfolgt grundsätzlich über ein kontextsensitives Menü, die in der Klassikgrafik über Verben und Gegenstände am unteren Bildschirmrand funktioniert, was etwas komfortabler abläuft.

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Die Remastered bietet durchgehend deutsche und englische Sprachausgabe sowie zuschaltbare Untertitel. Die deutsche Fassung ist ganz ordentlich, das US-Original bietet aber speziell beim Humor teils wesentlich besseres Timing und ist eigentlich ganz gut verständlich - wir raten also dazu.

Ein dickes Plus in der Neuauflage ist der zuschaltbare Audiokommentar: Sechs Entwickler, allen voran Tim Schafer, erzählen von der Arbeit an dem Spiel und natürlich auch von allerlei amüsanten Anekdoten - auch für diese Kommentare gibt es deutsche Untertitel.

Day of the Tentacle Remastered ist nur als Download für PC (Windows, Linux, OS X) über Portale wie Steam und Gog.com erhältlich sowie für die Playstation 4 und die PS Vita im Playstation Store. Der Preis liegt auf allen Plattformen bei 15 Euro. Die USK hat bei der Erstveröffentlichung des Programms, also im Jahr 1993, eine Freigabe ab 12 Jahren erteilt.

Fazit

Es hätte gar nichts Besseres passieren könne, als dass das lila Tentakel nun auch hochaufgelöst die Weltherrschaft an sich reißen möchte: So können wir uns in Day of the Tentacle erneut mit Bernard, Hoagie und Laverne ins Abenteuer stürzen. Spielerisch ist der Klassiker erstaunlich frisch geblieben - die Rätsel sind ebenso erstklassig wie die Handlung und der Humor.

Auch die Neuauflage gefällt uns sehr gut. An den hakeligen Animationen kann man mäkeln, und auch die deutsche Übersetzung und Sprachausgabe sind nicht ganz perfekt. Die Bedienung über das kontextsensitive Menü braucht ein bisschen Eingewöhnung, funktioniert dann aber sehr ordentlich. Ein extradickes Plus sind die tollen Audiokommentare von Tim Schafer und seinen Kollegen - allein deswegen lohnt sich die Anschaffung im Grunde schon.

Auf diese unterm Strich mehr als gelungene Neuauflage von Day of the Tentacle sollten nicht nur Nostalgiker einen Blick werfen. Sondern im Grunde alle, die sich etwas ernsthafter für Computerspiele interessieren.

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49er 27. Jul 2020

Also ich habe die Sprachausgabe viel besser in Erinnerung. Nicht von der Qualität her...

SteamKeys 02. Apr 2016

verarsch den doch nich so.

TTX 30. Mär 2016

Wenn der überhaupt kommt, haben die eine Erlaubnis die entsprechenden Grafiken und...

Spinnerette 29. Mär 2016

Es wäre vielleicht ein interessantes Gimmick gewesen daraus einen Mehrspieler-Modus zu...

thecrew 23. Mär 2016

"Ist auch Maniac Mansion (Das Spiel im Spiel) überarbeitet worden?" Kennste schon Maniac...



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