Abo
  • Services:

Tensor Processing Unit: Google baut eigene Chips für maschinelles Lernen

Um seine Projekte rund ums maschinelle Lernen zu beschleunigen, baut Google spezielle eigene Chips. Diese werden seit einem Jahr etwa für Street View oder Alpha Go genutzt und sollen künftig auch für Googles Kunden bereitstehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Klein aber kräftig - die TPUs von Google beschleunigen maschinelles Lernen.
Klein aber kräftig - die TPUs von Google beschleunigen maschinelles Lernen. (Bild: Google)

Handelsübliche Prozessoren sind Google für seine Projekte beim maschinellen Lernen offenbar nicht schnell genug. Deshalb arbeitet das Unternehmen seit einigen Jahren heimlich an eigenen Beschleunigerchips, wie Google in seinem Cloud-Platform-Blog schreibt. Diese Chips sind nun seit mehr als einem Jahr aktiv im Einsatz und sollen künftig auch Kunden bereitgestellt werden.

Stellenmarkt
  1. KeyIdentity GmbH, Weiterstadt
  2. OTTO JUNKER GmbH, Simmerath

Die eigens erstellten ASICs nennt Google Tensor Processing Unit (TPU), in Anlehnung an das quelloffene Framework Tensorflow. Die Chips sind auf die Besonderheiten von maschinellem Lernen ausgelegt und sollen zum Beispiel das Rechnen mit einer verringerten Präzision tolerieren können. Möglichst absolute Genauigkeit ist bei der Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten oft nicht nötig.

Dank dieser Herangehensweise werden weniger Transistoren pro Operation benötigt, was letztlich mehr Operationen pro Chip im Vergleich zu üblicher Hardware erlaubt. Die Boards der TPUs sind laut Blog so gestaltet, dass sie in die Festplattenslots von Googles Rechenzentren passen, was die Verwendung im Rack wohl zusätzlich vereinfacht.

Nutzungsmöglichkeit bald auch für Externe

Den Angaben von Google zufolge soll die Leistung pro Watt mit den TPUs um eine gesamte Größenordnung verbessert worden sein. Dass entspricht drei Generationen von Moore's Law. Von ersten Tests des fertigen Chips bis zum Einsatz im Rechenzentrum hat das zuständige Team zudem nur knapp drei Wochen benötigt.

Die gesteigerte Leistung nutzt Google selbst für Rankbrain oder um die Suchergebnisse von Street View zu verbessern. Auch die Aktionen der KI Alpha Go im Spiel gegen Lee Sedol sind demnach durch die TPUs berechnet worden. Im Unternehmen gibt es mittlerweile mehr als 100 Teams, die maschinelles Lernen nutzen.

Davon sollen nun offenbar auch andere profitieren, denn in der Ankündigung heißt es, dass auch die Kunden von Google künftig die Vorteile der TPUs nutzen können sollen. Details dazu nennt Google zwar noch nicht. Es ist wohl aber davon auszugehen, dass die TPUs so in die Infrastruktur der Cloud-Dienste von Google integriert werden, dass leicht darauf zugegriffen werden kann.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 6,99€
  2. 5,55€
  3. 7,42€
  4. 359,99€ (Vergleichspreis ab 437,83€)

TC 02. Jun 2016

Lieber T-1000, Ihr Datenvolumen für diesen Monat ist aufgebraucht. Ab dem 01.04.2020...


Folgen Sie uns
       


Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht

Der Hacker-Angriff auf die Bundesregierung erfolgte offenbar über eine Lernsoftware.

Bundesregierung über Lernsoftware gehackt - Bericht Video aufrufen
P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

Datenverkauf bei Kommunen: Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen
Datenverkauf bei Kommunen
Öffentliche Daten nicht verhökern, sondern sinnvoll nutzen

Der Städte- und Gemeindebund hat vorgeschlagen, Kommunen sollten ihre Daten verkaufen. Wie man es auch dreht und wendet: Es bleibt eine schlechte Idee.
Ein IMHO von Michael Peters und Walter Palmetshofer

  1. Gerichtsurteil Kein Recht auf anonyme IFG-Anfrage in Rheinland-Pfalz
  2. CDLA Linux Foundation veröffentlicht Open-Data-Lizenzen
  3. Deutscher Wetterdienst Wetterdaten sind jetzt Open Data

Physik: Maserlicht aus Diamant
Physik
Maserlicht aus Diamant

Ein Stickstoff-Fehlstellen-basierter Maser liefert kontinuierliche und kohärente Mikrowellenstrahlung bei Raumtemperatur. Eine mögliche Anwendung ist die Kommunikation mit Satelliten.
Von Dirk Eidemüller

  1. Colorfab 3D-gedruckte Objekte erhalten neue Farbgestaltung
  2. Umwelt China baut 100-Meter-Turm für die Luftreinigung
  3. Crayfis Smartphones sollen kosmische Strahlung erfassen

    •  /