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Die Maus im Terminalfenster

So faszinierend die Verwendung von C auf der Kommandozeile klingt, in der Praxis nervt es natürlich, statt cd .. jedes Mal Cd(".."); oder statt dir eben Dir; tippen zu müssen. Erst recht, da das System natürlich case-sensitiv ist.

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Aber wer sich durch Verzeichnisse arbeiten will, muss das gar nicht per wiederholter Tastatureingabe tun. Die ausgegebene Verzeichnisauflistung ist klickbar. Ein Klick auf ein Unterverzeichnis öffnet sie. Wer eine Datei anklickt, öffnet direkt den Editor - der auch Bilder anzeigen kann, allerdings nur solche im BMP- und TempleOS-eigenen Format. Letzteres unterstützt auch Animationen analog zu animierten Gifs.

  • So wird der Anwender von TempleOS begrüßt. Alle Terminalfenster sind frei verschiebbar. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • TempleOS unterstützt Hypertext an vielen Stellen. Ein Klick auf eine Datei im Verzeichnislisting ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... öffnet einen Editor. Der kann auch Bilder im Quelltext darstellen ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • ... und unterstützt auch hier wieder Hyperlinks in Quelltexten. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
TempleOS unterstützt Hypertext an vielen Stellen. Ein Klick auf eine Datei im Verzeichnislisting ... (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Doch das ist nicht die einzige Stelle, an der Hypertext zum Einsatz kommt. Das Betriebssystem unterstützt ihn praktisch überall. So können auch normale Texte und Quellcode Hyperlinks enthalten und auf andere Dokumente verweisen. Kein aktuelles System dürfte die Vision des Xanadu-Projekts aus den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts so konsequent umsetzen wie TempleOS.

Die Unterstützung von Hypertext ist umso merkwürdiger, als TempleOS ein entscheidendes Feature fehlt, das heute geradezu selbstverständlich wirkt: Netzwerk- und Internetunterstützung.

Für Erinnerungsschwache: die Autovervollständigung

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Ein anderes Feature unterstützt den Nutzer nicht nur auf der Kommandozeile. Die Autovervollständigung funktioniert praktisch überall, wo es etwas einzugeben gibt. Wer das Fenster aus Versehen geschlossen hat, öffnet es wieder mit Alt+w.

Wird nichts eingegeben, wird eine Liste überall verfügbarer Tastaturkürzel angezeigt. Sobald der Anwender mit Tippen beginnt, listet ihm die Autovervollständigung die verfügbaren Wörter auf. Ausgewählt wird ein Wort mit der angezeigten Taste in Kombination mit Ctrl.

Die Autovervollständigung kennt nicht nur englische Wörter, sondern umfasst gleichfalls alle bekannten C-Funktionen des Systems wie auch Variablen. Oft lassen sich diese sogar anklicken, und prompt öffnet sich der Editor und springt zur Zeile der jeweiligen Definition.

Der Editor

Wie bereits angedeutet, dient der Editor nicht nur dazu, simplen Text darzustellen und zu bearbeiten. Bilder kann er genauso darstellen wie auch Hypertext in beliebigen Dokumenten. Das Konzept von TempleOS geht dabei so weit, dass Bilder und Hypertext unmittelbar in den HolyC-Text eingebettet werden können und auch so dargestellt werden. Ja, richtig gelesen: Wer einer Variablen eine Bildressource zuweist, sieht tatsächlich das Bild im Editor selbst. Und natürlich unterstützt der Editor Syntax-Highlighting für HolyC.

Wem das zu bunt wird, drückt die Tastaturkombination Ctrl+T. Sie schaltet in einem Terminalfenster auf die Rohdarstellung um, die Inhalte ohne jegliche Verzierung darstellt. Ein erneuter Aufruf der Kombination wechselt wieder zur bunten Ansicht zurück.

Dass sich auch der Editor an Programmierer wendet, wird deutlich, wenn der Anwender F5 drückt. Dann wird der Dateiinhalt sofort - unabhängig vom Dateinamen - kompiliert und in einem eigenen Terminalfenster ausgeführt. Mit Esc wird das Programm wieder beendet beziehungsweise geschlossen. Auch diese Konvention gilt systemweit. Esc beendet ein Programm, wie auch den Editor selbst, mit abschließendem Speichervorgang. Esc+Shift schießt es einfach ab.

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EynLinuxMarc 04. Sep 2015

Ich nehme Winrar der kann alles entpacken. ^^ (ist sogar Gekauft und Registriert)

UrielVentris 31. Aug 2015

Verschwendete Zeit oder sinnloses Zeug definiert jeder für sich. Ich tu auch nur das, was...

Analysator 22. Aug 2015

Er ist ein Rebell der die Internetgrenzen des deutschen Internets todesmutig verlassen...

nil 21. Aug 2015

Die sind gottgewollt.

sushi18 18. Aug 2015

Ach, manchmal vermisse ich die AS/400 schon. Nach fast 10jähriger Pause durfte ich mal...


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