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TempleOS
TempleOS (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Unbegrenzter Zugriff auf das System

Die Installation macht schon klar: TempleOS wirkt altbacken, überlässt dem Anwender aber die volle Kontrolle über das System. Davis selbst bezeichnet es als C64-Betriebssystem für moderne Prozessoren. TempleOS reizt die Vorteile der x86-64-Architektur aus, verzichtet aber darauf, den Anwender mit einem Sicherheitsnetz zu schützen. Ein Programmierer kann alle Speicheradressen des Rechners ohne Umwege und Tricks direkt lesen und schreiben, er arbeitet grundsätzlich im Ring-0-Kernelmodus; ein Dateirechtesystem mit Benutzern und Gruppen gibt es nicht. Das System erlaubt es dem Programmierer, den größten Blödsinn anzustellen - mit der Konsequenz, dass das System Programmierfehler auch schon einmal mit einem harten Absturz bestraft oder schlicht stehenbleibt.

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Geheiligt werde C

Vor diesem Hintergrund scheint es geradezu natürlich, dass auf der Kommandozeile C gesprochen wird. Kein Standard-C wohlgemerkt. HolyC ist ein sehr freier C-Dialekt, der eher an eine Skriptsprache erinnert. Es gibt etwa kein main(), keine Typenprüfung, Klammern nach Funktionsaufrufen ohne Parameter sind optional. Ein simples Hello-World-Programm besteht tatsächlich nur aus:

  1. "Hello World\n";

Der Vergleich mit einer Skriptsprache im klassischen Sinn wird auch an einer anderen Stelle deutlich. Standardmäßig gibt es nur ein einziges Binary in TempleOS, den unmittelbaren Startup-Code. Alle anderen Programme sind eigentlich Skripte, die im Quellcode vorliegen und erst bei der Nutzung just-in-time kompiliert werden.

Davis geht den Weg sogar konsequent weiter: Programme im herkömmlichen Sinn gibt es eigentlich gar nicht. Alle vermeintlichen Kommandozeilen-Aufrufe sind letztlich Funktionsaufrufe. Umgekehrt können "Programme" auch einfach in eigene Skripte inkludiert werden, um sie auszuführen. Und ja: Eine Datei auf der Kommandozeile zu inkludieren und dann eine Funktion daraus aufzurufen, funktioniert:

  1. void MyTest() {
  2. "Hello World\n";
  3. }

c:/Home>include "MyTest.CPP";
c:/Home>MyTest();
Hello World
0.000160s ans=0x000000090 = 144
c:/Home>

Farbliche Formatierungen im Text sind gleichfalls trivial. Das $-Zeichen hat in TempleOS eine besondere Bedeutung, auch bei der reinen Eingabe. Folgende Zeile gibt das Wort "World" in Grün aus und stellt danach wieder die originale Vordergrundfarbe her:

  1. "Hello $GREEN$World$FG$\n";

 Vertraut und doch ganz andersDie Maus im Terminalfenster 

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EynLinuxMarc 04. Sep 2015

Ich nehme Winrar der kann alles entpacken. ^^ (ist sogar Gekauft und Registriert)

UrielVentris 31. Aug 2015

Verschwendete Zeit oder sinnloses Zeug definiert jeder für sich. Ich tu auch nur das, was...

Analysator 22. Aug 2015

Er ist ein Rebell der die Internetgrenzen des deutschen Internets todesmutig verlassen...

nil 21. Aug 2015

Die sind gottgewollt.

sushi18 18. Aug 2015

Ach, manchmal vermisse ich die AS/400 schon. Nach fast 10jähriger Pause durfte ich mal...



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