Telxius: Telefónica Deutschland verkauft über 10.000 Mobilfunkmasten

Der spanische Mutterkonzern will so seine Schulden senken. Telefónica Deutschland nennt es eine der größten und wichtigsten Transaktionen in der Geschichte des Netzbetreibers.

Eine Analyse von veröffentlicht am
Der Telefónica-Standort in Deutschland
Der Telefónica-Standort in Deutschland (Bild: Telefónica Deutschland)

Telefónica Deutschland verkauft seine Mobilfunkstandorte an Telxius Telecom. Das gab das Unternehmen am 9. Juni 2020 bekannt. 10.100 Standorte, fast alle auf Gebäudedächern, werden zu einem Kaufpreis von 1,5 Milliarden Euro an die Infrastrukturgesellschaft übertragen, die mehrheitlich dem spanischen Mutterkonzerns Telefónica gehört.

Stellenmarkt
  1. Sales Management Support (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Dresden, Berlin, Frankfurt am Main, Wolfsburg, Zwickau
  2. Product Owner Digitale Akte (m/w/d)
    L-Bank, Karlsruhe
Detailsuche

Die aktive Funktechnik bleibt im Eigentum von Telefónica Deutschland. Zusätzlich wird Telxius in den nächsten vier Jahren insgesamt 2.400 weitere Standorte erschließen und dort Flächen für die Installation von aktiver Funktechnik langfristig an Telefónica Deutschland vermieten, auch für den in diesem Jahr anlaufenden Ausbau des 5G-Netzes.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Behörden, insbesondere des Bundeskartellamts in Deutschland. "Dies ist eine der größten und wichtigsten Transaktionen in der Geschichte von Telefónica Deutschland", sagte Markus Haas, der Vorstandsvorsitzende von Telefónica Deutschland. Tatsächlich wird so die Nettoverschuldung des spanischen Telefónica-Konzerns zwischen 2020 und 2021 um rund 500 Millionen Euro gesenkt.

Telefónica Mastenverkauf: KKR aus den USA spielt wichtige Rolle

Die Telefónica besitzt 69,2 Prozent an Telefónica Deutschland und 50,01 Prozent an Telxius. Weitere Anteile gehören der US-amerikanischen Private-Equity-Gesellschaft KKR und dem Investmentfonds Pontegadea des Zara-Eigentümers Amancio Ortega.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Im Februar 2020 betrug die Verschuldung der Telefónica-Konzerns 37,74 Milliarden Euro. Vodafone schuldete den Banken Ende 2019 insgesamt 42,2 Milliarden Euro, führend ist die Deutsche Telekom mit Schulden in Höhe von 76 Milliarden Euro.

Der Verkauf der Infrastruktur geht von der spanischen Konzernzentrale aus, die auch ihre Netze in Lateinamerika bis auf Brasilien in ein neues Unternehmen ausgründet und verkaufen will. Telefónica hatte mehr als 100 Milliarden US-Dollar für die Expansion in Lateinamerika ausgegeben, aber das Geschäft machte nur ein Viertel des Umsatzes des Konzerns aus. Das Unternehmen will sich auf Spanien, Großbritannien, Deutschland und Brasilien konzentrieren, wo es allerdings mehrfach versucht hat, die O2-Netze zu verkaufen, auf die rund 76 Prozent seines Umsatzes entfallen.

Zuletzt hatten Telefónica und der US-amerikanische Kabelnetzkonzern Liberty Global im Mai 2020 ihre Unternehmen in Großbritannien zusammengelegt. Der Mobilfunkbetreiber O2 und das Kabelnetzunternehmen Virgin Media werden in ein Joint Venture eingebracht, an dem beide Partner jeweils die Hälfte halten. Virgin Media ist hoch verschuldet und macht weniger Umsatz als O2, weshalb Telefónica von dem US-Konzern bei der Transaktion 5,7 Milliarden Pfund (7 Milliarden US-Dollar) erhält. Die spanische Gruppe erhält zudem von Liberty Global eine Ausgleichszahlung in Höhe von 2,5 Milliarden Pfund.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kooperation
Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt

Während der ADAC seine Kunden bereits informiert hat, schweigt Amazon Deutschland noch zum Ende der Kooperation mit der Landesbank Berlin.

Kooperation: Amazon Kreditkarte mit Landesbank Berlin wird eingestellt
Artikel
  1. Linux: Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme
    Linux
    Vom einfachen Speicherfehler zur Systemübernahme

    Ein häufig vorkommender Fehler in C-Code hat einen Google-Entwickler motiviert, über Gegenmaßnahmen nachzudenken.

  2. Social-Media-Plattform: Paypal will Pinterest kaufen
    Social-Media-Plattform
    Paypal will Pinterest kaufen

    Der Zahlungsabwickler Paypal soll bereit sein, 45 Milliarden US-Dollar für den Betreiber digitaler Pinnwände zu bezahlen.

  3. Pixel 6 (Pro): Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung
    Pixel 6 (Pro)
    Googles Tensor-SoC ist eine wilde Mischung

    Viel Samsung, wenig Google: Der Chip kombiniert extreme Computational Photography mit einem kuriosen Design zugunsten der Akkulaufzeit.
    Eine Analyse von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week Finale: Bis 33% auf Digitus-Monitorhalterungen & bis 36 Prozent auf EVGA-Netzteile • Samsung-Monitore (u. a. 24" FHD 144Hz 169€) • Bosch Professional zu Bestpreisen • Sandisk Ultra 3D 500GB 47,99€ • Google Pixel 6 vorbestellbar ab 649€ + Bose Headphones als Geschenk [Werbung]
    •  /