Telstra: Ericsson sendet 200 GBit/s über Glasfaser

Ericsson hat mit Technik von Ciena eine nicht-signalregenerierte Übertragung über 10.358 Kilometer erreicht. Zwischen Sydney und Melbourne sei die Geschwindigkeit auf 200 GBit/s gesteigert worden, berichtet das Unternehmen.

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Technik bei Telstra
Technik bei Telstra (Bild: Telstra)

Ericsson hat zusammen mit dem australischen Netzbetreiber Telstra besonders hohe Übertragungsraten im Glasfasernetz erreicht. Das hat der schwedische Netzwerkausrüster bekanntgegeben. Die Übertragung sei zwischen den Städten Melbourne, Sydney und Perth gelaufen. "Die Distanz von über 10.000 Kilometern wurde ohne Signalregeneration überbrückt", erklärte Ericsson.

Bei der Verbindung seien Datenraten von 100 GBit/s bei sehr geringer Latenz erzielt worden, zwischen Sydney und Melbourne habe die Geschwindigkeit auf 200 GBit/s gesteigert werden können. Mit der nicht-signalregenerierten Übertragung über 10.358 Kilometer sei zugleich ein neuer Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft worden.

Technologie von Ciena

Realisiert wurde die technische Lösung auf Basis der Wavelogic-3- beziehungsweise Wavelogic-Extreme-Technologie von Ciena.

Das Problem von Glasfaser ist, dass für eine Steigerung der Leitungskapazität meist das Signal verstärkt wird. Dadurch kommt es zu immer größeren Störeffekten.

Forscher der Eindhoven University of Technology (TU/e) und der University of Central Florida (CREOL) hatten im Oktober 2014 mit einer neuen Glasfaser nach eigenen Angaben einen Datenübertragungsrekord aufgestellt: Sie schickten Daten mit einer Geschwindigkeit von 255 Terabit pro Sekunde durch das Kabel. Das sei 21-mal so viel wie derzeit verfügbare Netzwerke mit 4 bis 8 Tbit/s, schrieben die Wissenschaftler in Nature Photonics.

Der neue Lichtleiter verfügt statt über nur einen über sieben Leiterkerne und überträgt Daten auf zwei zusätzlichen orthogonalen Dimensionen, so dass dreimal so viele Daten auf demselben Kern übertragen werden können. Damit erhöht sich die Kapazität um das 21-Fache.

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