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Telit Cinterion: Telekom stellt 26 Gigahertz-Technik in Campusnetz bereit

Im 5G-Campusnetz in Berlin hat die Telekom einen speziellen Router von Telit Cinterion eingesetzt. Die Millimeterwellen kommen nur einige hundert Meter weit, aber mit sehr hoher Datenrate.
/ Achim Sawall
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Telekom bringt Technik von Telit Cinterion in Berliner Campusnetz zum Laufen (Bild: Deutsche Telekom/ iStock/onurdongel; Montage: Evelyn Ebert Meneses)
Telekom bringt Technik von Telit Cinterion in Berliner Campusnetz zum Laufen Bild: Deutsche Telekom/ iStock/onurdongel; Montage: Evelyn Ebert Meneses

Die Deutsche Telekom hat 5G-Anwendungen bei 26 Gigahertz bei einem Industriebetrieb in Berlin erprobt. Das gab der Netzbetreiber am 13. Juni 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Für Ger4tech Mechatronik Center sind autonom fahrende Industriemaschinen und -roboter in dem Berliner Werner-von-Siemens Centre mit einem Router vernetzt worden.

Der Router unterstützt neben 5G-Standalone bei 3,7 GHz auch das mmWave-Spektrum. Mit Latenzzeiten von drei bis vier Millisekunden und einer Datenrate von über 4 GBit/s im Download und 2 GBit/s im Upload sind diese Millimeterwellen besonders für datenintensive Anwendungen in der Fertigung geeignet. Die 5G-mmWave-Kommunikation wird von Telit Cinterion geliefert, einem US-Unternehmen, das IoT-Module und Edge-to-Cloud Dienste anbietet und im Sommer 2022 von Telit aus dem französischen Rüstungskonzern Thales gekauft wurde.

Telit Cinterion ist ein Privatunternehmen mit wichtigen Niederlassungen in den USA, Brasilien, Italien, Israel und Südkorea. Seit 2006 hat das Unternehmen in verschiedenen Ländern Übernahmen getätigt, darunter Unternehmensteile von Motorola und NXP.

Millimeterwellen gut in Industriehallen

Die Millimeterwellen haben eine Reichweite von bestenfalls einigen Hundert Metern und sind für den Einsatz in Industriehallen gedacht. Das Frequenzspektrum bei 26 GHz wird in Deutschland von der Bundesnetzagentur zugeteilt. Die Nutzung ist derzeit nur für lokale Anwendungen möglich. Die Bundesnetzagentur sieht für regionale und lokale Campusnetze zwei Funkbänder vor(öffnet im neuen Fenster) . Hierzu gehören Frequenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz und 26 GHz.

"Für unsere Industriekunden ist es sehr wichtig, Daten aus den Maschinen upzuloaden, um sie in Echtzeit analysieren zu können" , sagte Klaus Werner, Geschäftsführer Geschäftskunden bei Telekom Deutschland.

Im 5G-Standalone-Campus-Netz des Siemens Centre kommt die Infrastruktur, von Antennen über aktive Systemtechnik bis zum Kernnetz, von dem schwedischen Ausrüster Ericsson. Bei erhöhten Anforderungen kommen Millimeterwellen zum Einsatz.


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