Telekommunikationsausrüster: Alcatel-Lucent wird 10.000 Stellen abbauen
Alcatel-Lucent wird 15.000 Arbeitsplätze im Unternehmen streichen. Das hat das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) aus informierten Kreisen erfahren. Gleichzeitig sollen 5.000 neue Jobs bei dem Telekommunikationsausrüster geschaffen werden. Von den Streichungen sind 15 Prozent der Konzernbelegschaft betroffen.
Der Stellenabbau solle hauptsächlich Deutschland betreffen, so das Wall Street Journal, aber auch in Frankreich soll es Entlassungen geben. Die IG Metall in Stuttgart, wo Alcatel-Lucent in Deutschland seine Zentrale hat, erklärte auf Anfrage von Golem.de, noch nichts von den Plänen zu wissen.
Das durch eine Fusion der französischen Alcatel und des US-Konzerns Lucent entstandene Unternehmen erklärte(öffnet im neuen Fenster), bis Ende 2015 eine Anzahl von 10.000 Stellen zu streichen, davon 4.100 in Europa, 3.800 in Asien und 2.100 in Amerika. Bis Ende 2015 soll auch die Zahl der weltweiten Niederlassungen halbiert werden. In Frankreich sollen 1.100 Beschäftigte ihre Arbeit verlieren. Die Wirtschaftszeitung Les Echos berichtete, dass die französischen Standorte Toulouse und Rennes komplett geschlossen würden.
Für die Belegschaft in Stuttgart ist dies nicht der erste Stellenabbau. Alcatel-Lucent hatte bereits im November 2012 in Deutschland den Abbau von 530 Arbeitsplätzen angekündigt. Der Telekommunikationsausrüster hatte zu der Zeit in Deutschland noch 3.750 Beschäftigte. Jörg Schmitt, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Alcatel-Lucent Deutschland und Mitglied des Aufsichtsrates, sprach von einem "Niedergang auf Raten".
Nachtrag vom 8. Oktober 2013, 19:19 Uhr
Firmensprecherin Martina Grüger-Bühs sagte Golem.de: "Die vorgestellten Personalpläne bedeuten für Alcatel-Lucent in Deutschland voraussichtlich harte Einschnitte. Nach heutigem Kenntnisstand sind davon rund 520 Stellen in allen Konzernteilen betroffen. Der Bereich Managed Services ist bei den Angaben nicht berücksichtigt."


