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Telekommunikation: Telefónica Deutschland will nichts von E-Plus wissen

Mehrfach wurde über einen Zusammenschluss von Telefónica Deutschland und E-Plus gesprochen. Doch Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster glaubt, dass der Telefonanbieter auch ohne eine Fusion Marktanteile gewinnt.
/ Susanne Metzger (Handelsblatt) und Martin Wocher (Handelsblatt)
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Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster (Bild: O2)
Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster Bild: O2

Der Chef von Telefónica-Deutschland, René Schuster, schließt eine Fusion mit dem deutschen Wettbewerber E-Plus in naher Zukunft aus. Ein solcher Schritt sei "sehr komplex", sagte er dem Handelsblatt. "Viele verstehen nicht, dass sie erst einmal viel Geld investieren müssten, bevor sie etwas sparen. Wir müssen nicht unbedingt zusammengehen. Wir gewinnen auch so immer mehr Marktanteile." In der Vergangenheit hatten die hochverschuldeten Konzernmütter Telefónica aus Spanien und KPN aus den Niederlanden mehrfach über eine Zusammenführung ihrer beiden deutschen Töchter gesprochen.

Im vergangenen Sommer war der letzte Anlauf für eine Fusion des dritt- und viertgrößten deutschen Mobilfunkkonzerns gescheitert. Durch einen Zusammenschluss wäre auf dem deutschen Mobilfunkmarkt neben den beiden Marktführern Deutsche Telekom und Vodafone ein dritter starker Netzbetreiber entstanden. Schuster fürchtet auch nicht einen überraschenden Vorstoß der spanischen Mutter. "Wir sind ein deutsches Unternehmen", sagte er. "Wenn wir glauben, dass wir fusionieren müssen, dann schlagen wir das unserem Aufsichtsrat und unserem Mehrheitsaktionär Telefonica vor. Aber ein Befehl kommt nicht aus Spanien."


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