Telekommunikation: Installation eines Vectoring-Anschlusses kostet 300 Euro

Die Einrichtung eines Vectoring-Anschlusses kostet sehr viel weniger als reine Glasfaser mit rund 2.400 Euro. Daher setzt die Deutsche Telekom auf die Technologie. Langfristig sind jedoch nur reine Glasfaseranschlussnetze zukunftssicher.

Artikel veröffentlicht am ,
Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom
Techniker an einem Kabelverzweiger der Deutschen Telekom (Bild: Mattes)

In Ballungsgebieten liegt der Investitionsbedarf für VDSL-Vectoring für die Netzbetreiber bei rund 300 Euro pro Kunde. Das geht aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts für Infrastruktur und Kommunikationsdienste (WIK) hervor, die am 13. Februar 2014 vorgestellt wurde. Danach erfordert ein reiner Glasfaseranschluss durchschnittliche Investitionen in Höhe von rund 2.400 Euro pro Kunde, ein VDSL-Vectoring-Anschluss kostet durchschnittlich nur etwa 550 Euro.

Stellenmarkt
  1. Application SW Engineer Electric Vehicle Motion Control (m/w / divers)
    Continental AG, Nürnberg
  2. Business Process Engineer (w/m/d)
    ZDF Studios GmbH, Mainz
Detailsuche

Bisher ist VDSL maximal mit 50 MBit/s verfügbar. Beim Upload verspricht Vectoring bis zu 40 MBit/s.

Karl-Heinz Neumann, Direktor des WIK: "Nach unseren Modellrechnungen würde ein nahezu flächendeckendes VDSL-Vectoring-Netz in Deutschland etwa 17 Milliarden Euro kosten." Durch den vorhandenen VDSL-Ausbau in Deutschland sinkt der verbleibende Investitionsbedarf auf leicht unter 14 Milliarden Euro. Im ländlichen Bereich seien aufgrund der Leitungslängen aber nicht überall Bandbreiten von 50 MBit/s erreichbar. Der Vectoring-Effekt auf der Kupferleitung nimmt ab einer Leitungslänge von etwa 500 Metern deutlich ab und ist ab einer Leitungslänge von 700 bis 800 Metern praktisch nicht mehr feststellbar.

Vectoring könne zumindest für die nähere Zukunft die Bandbreitenerwartungen der meisten Kunden gut erfüllen. "Langfristig sind nur reine Glasfaseranschlussnetze zukunftssicher. Die Netzbetreiber können ihr VDSL-Vectoring-Netz jedoch später zu einem vollständigen Glasfaseranschlussnetz weiterentwickeln, wenn die Nachfrage nach besonders hohen Geschwindigkeiten entsprechend zunimmt", so Neumann.

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security: virtueller Drei-Tage-Workshop
    29.06.-01.07.2022, Virtuell
  2. LPI DevOps Tools Engineer – Prüfungsvorbereitung: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    21./22.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Ende 2012 verfügten die Telekommunikationsunternehmen in Deutschland über 486.000 Glasfaserstreckenkilometer. Davon entfielen auf die Telekom rund 312.000 Kilometer. Ein flächendeckender Glasfaserausbau bis zum letzten Bauernhof in Deutschland würde bis zu 93 Milliarden Euro kosten.

Die Telekom macht inzwischen keine Aussagen mehr zu ihren Zielen für den Ausbau von Fibre To The Home (FTTH) für 2014.

Bis 2014 sollen nach der Breitbandstrategie der Bundesregierung für 75 Prozent der Haushalte und bis 2018 für alle Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


DrWatson 17. Sep 2016

Du musst immer mit Zinsen rechnen. Das ist auch der Grund, weshalb 2100¤ in 10 Jahren...

tibrob 16. Feb 2014

Was ein Traum ... ich krebse hier mit 150 kbit upload rum ... lad mal so das...

tibrob 16. Feb 2014

Hab das selbe Theater hier ... 16 Mbit versprochen, bestensfalls 1 Mbit am Abend...

elgooG 14. Feb 2014

Da kann ich nur zustimmen. Das ist dann einfach reines Versagen auf ganzer Linie. In...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Forschung
Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom

Ein Forschungsteam hat einen Mikroprozessor sechs Monate ununterbrochen mit Strom versorgt. Die Algen lieferten sogar bei Dunkelheit.

Forschung: Blaualge versorgt Computer sechs Monate mit Strom
Artikel
  1. EC-Karte: Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben
    EC-Karte
    Trotz Kartensperre können Diebe stundenlang Geld abheben

    Eine Sperre der Girocard wird nicht immer sofort aktiv. Verbraucher können sich bereits im Vorfeld schützen.

  2. Swisscom-Chef: Vermasselt habe ich nichts
    Swisscom-Chef
    "Vermasselt habe ich nichts"

    Urs Schaeppi gibt den Chefposten bei Swisscom auf. Sein Rückblick auf neun Jahre Konzernführung fällt ungewöhnlich offen aus.

  3. EV Driver Survey: Elektroautos bei IT-Experten besonders beliebt
    EV Driver Survey
    Elektroautos bei IT-Experten besonders beliebt

    Fahrerlebnis und Technik sind für Fahrer von Elektroautos der größte Zusatznutzen dieser Mobilitätsform. Fast alle würden wieder ein E-Auto kaufen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • LG OLED TV (2021) 77" günstig wie nie: 1.771,60€ statt 4.699€ • Grakas günstig wie nie (u. a. RTX 3080Ti 1.285€) • Samsung SSD 1TB (PS5-komp.) + Heatsink günstig wie nie: 143,99€ • Microsoft Surface günstig wie nie • Jubiläumsdeals MediaMarkt • Bosch Prof. bis 53% günstiger[Werbung]
    •  /