Telekommunikation: FCC bereitet Umstieg auf digitale Telefonie vor
Die großen US-Telefongesellschaften möchten gern ihre alten analogen Telefonnetze stilllegen und durch digitale ersetzen. Die US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) hat jetzt erste Schritte für die Umstellung genehmigt.
Die Telefongesellschaften sollen regionale Tests durchführen, um die Auswirkungen der Umstellungen auf Bürger und Kleinunternehmer abzuschätzen. Die Teilnahme an einem solchen Test soll freiwillig sein. Jeder Feldversuch muss von der FCC genehmigt werden.
Bezahlbare Telefondienste
Internettelefonie (Voice over IP, VoIP) ist keine neue Technik. Soll jedoch die gesamte Telekommunikation umgestellt werden, müssen die Anbieter andere Anforderungen erfüllen als etwa ein Dienst wie Skype. Dazu gehört in erster Linie, dass die Notfallkommunikation "unabhängig von der Technik" sichergestellt ist. Zudem müssten alle US-Bürger "Zugang zu erschwinglichen Kommunikationsdienstleistungen haben", erklärt die FCC(öffnet im neuen Fenster).
Der Schutz der Konsumenten hat nach Ansicht der FCC oberste Priorität. So habe es bereits Beschwerden von Nutzern in ländlichen Gebieten über Probleme mit VoIP gegeben, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster). Der Kongress habe sich bereits damit beschäftigt.
Die großen Anbieter, vor allem AT&T, möchten gern ihre alten Netze stilllegen und komplett auf die Internettechnik umstellen. Sie glauben, dass VoIP und Dienste, die darüber möglich sind, wie etwa Videokommunikation, inzwischen populär genug sind, dass die Kunden bereit sind, umzusteigen. Die Unternehmen können bis zum 20. Februar entsprechende Anträge einreichen. Die FCC will im Mai darüber entscheiden.
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