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Telekommunikation: Chef von Vodafone Deutschland verlässt das Unternehmen

Der Chef von Vodafone Deutschland, Jens Schulte-Bockum, hat überraschend seinen Rücktritt bekannt gegeben. Er wird das Unternehmen zunächst weiter führen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Grund für den Rücktritt sollen unüberbrückbare Differenzen mit der Konzernspitze sein.
/ Ingo Pakalski
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Jens Schulte-Bockum: noch Chef von Vodafone Deutschland (Bild: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images)
Jens Schulte-Bockum: noch Chef von Vodafone Deutschland Bild: Tobias Schwarz/AFP/Getty Images

Der Chef von Vodafone Deutschland geht. Jens Schulte-Bockum hat den Aufsichtsrat des Unternehmens darüber informiert, dass er innerhalb des laufenden Geschäftsjahres von seinem Amt als Vorsitzender der Geschäftsführung von Vodafone Deutschland zurücktreten werde. Er wird das Unternehmen in der Übergangszeit weiter führen. Ein Nachfolger ist offenbar noch nicht gefunden.

In einer Mitteilung an die Mitarbeiter von Vodafone Deutschland erklärte Schulte-Bockum, er habe in den vergangenen Monaten bemerkt, dass er seine geplanten Verbesserungen innerhalb des Unternehmens nicht werde umsetzen können, berichten übereinstimmend die Rheinische Post(öffnet im neuen Fenster) und die Wirtschaftswoche(öffnet im neuen Fenster) .

Unüberbrückbare Differenzen mit der Konzernspitze

Er begründet den Ausstieg aus dem Unternehmen damit, dass es "unüberbrückbare Differenzen" mit der Konzernspitze gebe. Daher sei es an der Zeit, sich Neuem zuzuwenden. Was er nach dem Ausscheiden bei Vodafone machen wird, ist noch nicht bekannt.

Auch der Vorgänger von Schulte-Bockum hatte vor drei Jahren die Führung bei Vodafone Deutschland abgegeben und als Grund die Einflussnahme des britischen Hauptquartiers angegeben.

Schulte-Bockum war fast drei Jahre Chef von Vodafone Deutschland

Schulte-Bockum fing 2003 bei Vodafone als Group Strategy Director an. Vor seinem Wechsel nach Deutschland im April 2012 war er Vodafone-CEO in den Niederlanden. Bei Vodafone Deutschland forcierte er den Kauf von Kabel Deutschland, um die Konvergenzstrategie des Unternehmens voranzutreiben. Außerdem hat der Vodafone-Chef den LTE-Ausbau beschleunigt.

Philipp Humm, CEO der Vodafone Group für die Region Europa und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Vodafone Deutschland, äußerte sein Bedauern über die Entscheidung. Er ergänzte: "Schulte-Bockum hat bei der Entwicklung unseres Geschäfts in Deutschland eine zentrale Rolle gespielt." Die Zusammenarbeit mit ihm sei hervorragend gewesen.

Seit der Übernahme von E-Plus durch Telefónica ist Vodafone nur noch die Nummer drei auf dem deutschen Markt – jedenfalls gemessen an der Kundenzahl. Marktführer ist die Deutsche Telekom.


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