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Telekom: Vodafone und 1&1 Versatel "investieren nicht"

Das Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur : Besonders davon, einen regulierten Zugang zu Dark Fiber zu gewähren, will die Telekom nichts wissen.
/ Achim Sawall
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DB Broadband bietet Dark Fiber. (Bild: DB Broadband)
DB Broadband bietet Dark Fiber. Bild: DB Broadband

Die Deutsche Telekom wehrt sich gegen Vorschläge der Bundesnetzagentur, die Regulierung im Geschäftskundenbereich zu verschärfen . "Der Umfang der geplanten Regulierung ist höchst irritierend. Statt Investitionen zu schützen, skizziert das Papier Maßnahmen, die Geschäftsmodelle investierender Unternehmen stark beeinträchtigen und zugleich Partikularinteressen nicht investierender Wettbewerber (zum Beispiel Vodafone und 1&1 Versatel) bedienen" , sagte Telekom-Sprecherin Sandra Rohrbach Golem auf Anfrage.

Das Eckpunktepapier beschreibe das eingriffsintensivste Regulierungsszenario, das überhaupt denkbar sei. Rohrbach erläutert: "Besonders befremdlich ist die geplante Auferlegung eines Zugangs zur Dark Fibre." Eine solche Verpflichtung wäre laut Rohrbach ein offener Bruch mit der Marktanalyse der Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur, die die unbeschaltete Glasfaser ausschließt und für die Beschlusskammer 2 bindend ist. Ein solcher Zugang sei weder erforderlich noch rechtlich zulässig.

Auch andere wollen ihre Dark Fiber nicht öffnen

Wie Golem aus Branchenkreisen erfuhr, stellen sich auch andere Netzbetreiber wie Deutsche Glasfaser, Telefónica, Ewe und auch der Breko dagegen, Dark Fiber in die Regulierung einzubeziehen.

Unverhältnismäßig sei zudem, dass auch beim Zugang zu baulichen Anlagen noch intensiver eingegriffen werden soll. Dies sei bereits über die Gigabit-Infrastrukturverordnung der EU (GIA) geregelt, betonte die Telekom-Sprecherin. "Die Mitnutzung von Leerrohren ist längst gelebte Praxis. Die Telekom wird daher in ihrer Stellungnahme zum Eckpunktepapier deutlich machen, dass eine derartige Ausweitung des bisherigen Regulierungsregimes dem Glasfaserausbau in Deutschland insgesamt mehr schadet als nutzt" .


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