Telekom-Vectoring: Telefónica baut ihr Festnetz ab

Die Telefónica hat eingeräumt, seit langem ihre eigenen Hauptverteiler abzubauen . Unternehmenssprecher Klaus Schulze-Löwenberg sagte Golem.de: "Im Zuge einer strategischen Kooperation mit der Deutschen Telekom stellt Telefónica Deutschland bereits seit 2014 die Festnetz-Anschlüsse seiner DSL-Kunden schrittweise auf die Highspeed-Infrastruktur der Deutschen Telekom um. Im Zuge dieser Umstellung werden sukzessive die Telefónica-eigenen Hauptverteiler zurückgebaut."
Der spanische Konzern unterstützt in Deutschland den Vectoring-Kurs der Telekom(öffnet im neuen Fenster) , der nur einen Ausbau im Bereich FTTC (Fiber To The Curb) vorsieht. Die Vectoring-II-Entscheidung für den exklusiven Ausbau durch die Telekom im Nahbereich durch die Bundesnetzagentur wurde unterstützt(öffnet im neuen Fenster) .
Ausbau wird geteilt
Die Telefónica hatte im Mai 2013 angekündigt, VDSL- und Vectoring-Vorleistungsprodukte der Telekom zu nutzen und den Ausbau des Konkurrenten mitzufinanzieren. "Die Telekom kann so die Investitionsrisiken teilen und den weiteren Ausbau forcieren."
In einer weiteren Kooperation hatten beide Unternehmen vereinbart, dass die Telekom Mobilfunkstandorte von Telefónica mit Glasfaser anschließt. Der Netzbetreiber Hansenet (Alice) wurde seit 2012 komplett in den Telefónica-Konzern integriert.
Die Telefónica Deutschland hatte sich jedoch im November 2016 für einen Glasfaserausbau ausgesprochen . Der Konzern schlug eine "unabhängige, kooperative Fibreco als effektives Modell vor, um ein bundesweites Gigabit-Netz bis 2030 zu realisieren und möglichst schnell eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen."
Die Bundesnetzagentur erklärte Golem.de: "Der beabsichtigte Rückbau der TALPlattform der Telefónica ist eine unternehmerische Entscheidung der Telefónica Deutschland. Zu Unternehmensentscheidungen von Marktteilnehmern nimmt die Bundesnetzagentur keine Stellung."



