Telekom: US-Justizministerium erlaubt Kauf von Sprint durch T-Mobile

Die Deutsche Telekom darf den Mobilfunkbetreiber Sprint in den USA kaufen. Nach der Zustimmung durch das US-Justizministerium sind noch Klagen von mehreren US-Bundesstaaten gegen die Übernahme anhängig.

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T-Mobile-Chef John Legere (links)
T-Mobile-Chef John Legere (links) (Bild: T-Mobile US)

Das US-Justizministerium genehmigt den Zusammenschluss von T-Mobile US mit Sprint. Das gab T-Mobile US am 26. Juli 2019 bekannt. Zuvor hatten die Unternehmen vereinbart, durch den Verkauf von Firmenteilen an Dish Network einen neuen Mobilfunkanbieter zu schaffen.

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"Die im vergangenen April angekündigte Fusion von T-Mobile und Sprint wird einen größeren und mutigeren Wettbewerber hervorbringen als je zuvor. Wir freuen uns, dass sich unsere zuvor angekündigten Zielsynergien, die Rentabilität und die langfristige Cash-Generierung nicht geändert haben", sagte der bisherige und künftige Chef von T-Mobile, John Legere.

Der Satelliten-TV-Anbieter Dish Network hatte zugestimmt, 5 Milliarden US-Dollar für den Mobilfunkprovider Boost Mobile zu zahlen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Dish Prepaid-Abonnenten und Funkfrequenzen von den Fusionspartnern erwerben kann.

Der vom Justizministerium vermittelte Vertrag sieht vor, dass Dish, das wertvollen Funkfrequenzen besitzt, ein 5G-Netzwerk aufbaut. Um den Start zu erleichtern, wird T-Mobile die Prepaid-Marke Boost Mobile von Sprint an Dish verkaufen und sieben Jahre lang Zugang zum Netz des kombinierten Netzbetreibers gewähren.

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"Mit diesem Zusammenschluss und der damit einhergehenden Veräußerung steigern wir die Leistung erheblich, indem wir sicherstellen, dass den amerikanischen Verbrauchern zahlreiche derzeit nicht oder nicht ausreichend genutzte Frequenzen in Form von hochwertigen 5G-Netzen zur Verfügung stehen", sagte Makan Delrahim, Kartellchef des Justizministeriums. Delrahim hatte eine Vereinbarung angestrebt, die einen Ausgleich dafür schaffen soll, dass die Fusion von T-Mobile mit Sprint die Anzahl der wichtigsten Akteure in der Mobilfunkbranche von vier auf drei reduziert.

Der Satelliten-TV-Anbieter Dish erhält so zusätzliches Funkspektrum und rund 9 Millionen Sprint-Prepaid-Kunden. Diese machen etwa ein Fünftel der Kunden von Sprint aus. T-Mobile und Sprint müssen Dish außerdem Zugang zu mindestens 20.000 Antennen- und Hunderten von Einzelhandelsstandorten gewähren. Das neue T-Mobile muss Dish laut Justizministerium einen "robusten Zugang" zu seinem Netz bieten.

Rund zehn demokratisch geführte US-Bundesstaaten unter Führung der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James haben am 11. Juni 2019 Klage eingereicht, um die Fusion zu blockieren. Das Wall Street Journal hatte berichtet, dass das Justizministerium Druck auf die Bundesstaaten ausübt, der Übernahme zuzustimmen und ihre Klage zurückzuziehen.

Telekom-Sprecher Philipp Kornstädt sagte Golem.de auf Anfrage: "Für den geplanten Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht." Den vereinbarten Auflagen müssten noch durch ein Bundesgericht bestätigt werden. Die Telekom als Aktionär der T-Mobile US habe den Vereinbarungen zugestimmt.

Die Telekom hält mehr als 63 Prozent an T-Mobile US. Die Telekom kontrolliert Stimmrechte von 69 Prozent der neuen Gesellschaft und ernennt 9 ihrer 14 Direktoren.

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