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Telekom: Unternehmen wie 1&1, "die weder investieren noch forschen"

Die Telekom ist sauer, weil 1&1 bei der Bundesnetzagentur Vorleistungsprodukte für LTE und seinen Hybridanschluss erzwingen will. Wer investiere und echte Innovationen entwickle, dürfe dafür nicht bestraft werden.
/ Achim Sawall
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Speedport Hybrid (Bild: Telekom)
Speedport Hybrid Bild: Telekom

Die Deutsche Telekom hat den Konkurrenten 1&1 im Streit um die Hybridtechnik angegriffen. "Regulierung sollte Anreize für eine bessere Breitbandversorgung setzen, statt Unternehmen zu begünstigen, die weder investieren noch forschen" , sagte Telekom-Sprecher Philipp Blank Golem.de über das Unternehmen 1&1, das zu United Internet gehört.

Wer investiere und echte Innovationen entwickle, dürfe dafür nicht bestraft werden. Es wäre fatal, wenn Dritte innovative Lösungen wie den Hybridrouter einfach übernehmen dürften - damit würde Unternehmen der Anreiz genommen, solche Lösungen zu entwickeln.

Verkaufsverbot für Hybrid gefordert

1&1 hat die Bundesnetzagentur angerufen , um einen Zugang zur Hybridtechnologie der Telekom zu erzwingen. Blank: "1&1 hat bei der Bundesnetzagentur zwei Anträge eingereicht: Zum einen sollen Netzbetreiber verpflichtet werden, ihren Wettbewerbern Vorleistungsprodukte für LTE anzubieten. Zum anderen soll insbesondere die Telekom auch für ihren Hybridanschluss ein Vorleistungsprodukt anbieten - oder aber die Vermarktung untersagt werden." Eine Entscheidung der Behörde steht jedoch noch aus.

Aus Sicht der Telekom seien, wenn die Regulierungsbehörde den Anträgen von United Internet entspreche, "Innovationen und Investitionen im deutschen Breitbandmarkt massiv gefährdet." Netzbetreiber wie die Telekom hätten viel Geld für LTE-Lizenzen ausgegeben und würden "mit innovativen Lösungen den ländlichen Raum versorgen" , sagte Blank.

Die Telekom hat den Hybridrouter für das Bündeln von DSL und LTE mit Huawei entwickelt.

Der Reseller 1&1 dürfte einen Hybridrouter zusammen mit IP-Telefonie und Internetzugang billiger anbieten als die Telekom.


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