Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Telekom und Wohnungswirtschaft: Glasfaser soll nicht "unterm Bürgersteig enden"

Die Telekom zieht Bilanz zu ihren FTTH -Verträgen mit den Wohnungskonzernen. Man hat Aufträge für fünf Millionen Wohnungen.
/ Achim Sawall
23 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Jean-Pascal Roux, Senior Vice President Vertrieb Fiber Deutschland bei der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)
Jean-Pascal Roux, Senior Vice President Vertrieb Fiber Deutschland bei der Telekom Bild: Deutsche Telekom

Die Immobilienwirtschaft hat der Deutschen Telekom Aufträge für rund fünf Millionen FTTH-Anschlüsse erteilt. Das gab Jean-Pascal Roux, Senior Vice President Vertrieb Fiber Deutschland bei der Telekom am 10. September 2024(öffnet im neuen Fenster) bekannt. "Denn niemand hat etwas davon, wenn die Glasfaser im Keller oder gar unterm Bürgersteig endet."

Damit spricht der Manager einen wichtigen Streitpunkt zwischen der Telekom und konkurrierenden Netzbetreibern und Vermarktern an. Wenn die Telekom Haushalte mit Homes Passed ausbaue, gehe es "vornehmlich um Handtuchwerfen zur Investitionsverdrängung und einer lukrativeren Weiterversorgung mit Kupfer DSL" , argumentieren besonders der Wettbewerberverband VATM und Vodafone.

Telekom und Wohnungskonzerne: Vertraglich gesicherter effizienter Ausbau

"Die fünf Millionen Aufträge für Glasfaser bis in die Wohnung sind Bestandteil unserer Ausbauziele, keine on-top Menge" , erklärte Roux, der vor der Telekom bei dem Kabelnetzbetreiber Tele Columbus war, Golem.de auf Anfrage. Aber es sei damit vertraglich gesichert, dass die Telekom im Auftrag oder mit Einverständnis der Immobilienwirtschaft die Glasfaser ausbauen soll. Zudem sei so eine effiziente Erschließung möglich.

Nach dem Ende des Nebenkostenprivilegs bekommen Haushalte den Kabelnetzzugang nicht mehr automatisch als Teil der Wohnungsmiete geliefert und abgerechnet. Dies hat die Telekom für eine Verkaufsoffensive genutzt, um die Kabelnetzbetreiber zu verdrängen.

Es gab laut Roux eine Wiederannäherung zwischen Telekom und Immobilienwirtschaft mit ihren unterschiedlichen Akteuren: Zu den Vertragspartnern in der Wohnungswirtschaft zählten laut dem Manager private Unternehmen, kommunale Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften, kirchliche und andere soziale Träger sowie Immobilienverwaltungen. Die Telekom leite als einziger Provider auch 40 Citynetzbetreiber und alle Markenanbieter durch ihre Netze, sagte Roux.


Relevante Themen