Telekom-Tochter: T-Mobile US streicht 5.000 Stellen
Die Telekom-Tochter T-Mobile US hat angekündigt, knapp 5.000 Arbeitsplätze abzubauen, dies entspricht etwas weniger als 7 Prozent der Gesamtbelegschaft. Über die Stellenstreichungen informierte CEO Mike Sievert die Mitarbeiter in einem Schreiben, wie CNN berichtet(öffnet im neuen Fenster) .
Bei der Streichung fallen Doppelbesetzungen und Stellen weg, bei denen sich Prozesse verändert haben. Dazu wird die mittlere Managementebene des Unternehmens reduziert. Weiterhin kündigte T-Mobile-Chef Mike Sievert an, dass das Unternehmen in Zukunft weniger mit externen Kräften zusammenarbeiten werde. Nur Mitarbeiter im Einzelhandel und Kundenbetreuung sind nicht von den Entlassungen betroffen.
Nach der Fusion mit dem kleineren Konkurrenten Sprint rechnet T-Mobile US mit Einsparungen von 7,5 Milliarden US-Dollar für das Gesamtjahr durch Synergieeffekte. Dies reicht den Angaben zufolge nicht aus, um gewachsene Ausgaben pro Kunde zu kompensieren. Um weitere Kosten zu sparen, sei der Stellenabbau beim Netzbetreiber somit notwendig, hieß es weiter.
Einige Stellen sollen durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Wie dies im Einzelfall aussehen soll, konkretisierte Sievert nicht. Vor zwei Wochen kündigte Telekom-Chef Tim Höttges bei der Vorstellung der Zahlen für Q2/2023 ebenfalls an, in Zukunft verstärkt auf künstliche Intelligenz zu setzen. Ob bei der Deutschen Telekom in Zukunft auch Stellenstreichungen anstehen, ist nicht bekannt.
T-Mobile US folgt dem Trend der Branche
T-Mobile US folge mit dem Stellenabbau einem Trend in der Branche, heißt es in einem Bericht der dpa. Der Konkurrent AT&T reduzierte demnach im Zeitraum eines Jahres die Zahl seiner Mitarbeiter um 16.000 auf 156.000.
Unter einem besonderen Sparzwang steht der britische Netzbetreiber Vodafone, der Konzern will 11.000 Stellen abbauen. Bei Vodafone Deutschland sollen insgesamt 1.300 Vollzeitstellen wegfallen. Der Düsseldorfer Netzbetreiber legte in den letzten Monaten bei den Kundenzahlen kaum zu, während Telekom und Telefónica Deutschland ein starkes Wachstum bei den Neukunden verzeichneten.
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