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Telekom-Tochter: Auch Congstar wird drosseln

Der Mutterkonzern hat sich durchgesetzt: Auch Congstar wird eine Drosselung einführen, zeitgleich mit der Deutschen Telekom. Im April 2013 hatte sich Congstar noch widersetzt.
/ Achim Sawall
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Congstars VDSL-Anschluss für 35 Euro im Monat (Bild: Congstar)
Congstars VDSL-Anschluss für 35 Euro im Monat Bild: Congstar

Trotz gegenteiliger Erklärungen im April 2013 wird Congstar doch eine Drosselung einführen. Das erklärte ein Sprecher der Deutsche-Telekom-Tochter dem Nachrichtenmagazin Focus(öffnet im neuen Fenster) . "Wir planen die Einführung einer Datenobergrenze für Festnetzkunden." Ein genauer Zeitpunkt wurde nicht bekanntgegeben.

Aus Telekom-Kreisen erfuhr Focus, dass Congstar die allgemeinen Geschäftsbedingungen bis spätestens 2014 ändern wird. Zwei Jahre später wird das Datenvolumen begrenzt, ebenso, wie es die Telekom bereits plant.

Im Frühjahr hatte der DSL-Provider noch über Twitter trotzig erklärt : "Bei uns ist eine Drosselung der DSL-Aufträge nicht geplant."

Ab 2016 will die Telekom Vielnutzer ihrer Internetanschlüsse mehr zahlen lassen und bei Überschreiten eines bestimmten Datenvolumens die Geschwindigkeit drosseln. Die Abschaffung der Flatrate sei nötig, weil drei Prozent der Kunden mehr als 30 Prozent des Datenvolumens verursachten. Am 12. Juni 2013 kündigte die Telekom an, die Drosselung auf eine Datenübertragungsrate von 2 MBit/s statt 384 KBit/s heraufzusetzen . Die Telekom hält aber daran fest, bestimmte Dienste bevorzugt zu behandeln. Entertain soll weiterhin von der Drosselung ausgenommen werden. Dabei handele es sich um eine lineare Fernsehplattform, nicht um einen Internetdienst. Wie mit dem Video-on-Demand-Dienst Videoload verfahren werden soll, der sowohl über Entertain als auch als normaler Internetdienst angeboten wird, lässt die Telekom weiterhin offen. Der künftige Vorstandschef der Telekom, Timotheus Höttges, hatte am 19. Juni 2013 eine weitere Lockerung der Drosselungsgrenzen beim Datenvolumen der DSL-Anschlüsse in Aussicht gestellt.


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