Telekom, Telefónica und 1&1: Mobilfunkanbieter stellen MMS-Nachrichten ein
Die Mobilfunkanbieter Telekom, Telefónica und 1&1 stellen den Multimedia Messaging Service, den Dienst für MMS-Nachrichten, ein. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) mitteilt, erklärten die Anbieter auf ihren jeweiligen Hilfeseiten, dass der Dienst zum 30. Juni 2026 beendet wird.
Als Alternative, um Nachrichten mit Fotos, Videos oder großen Anhängen zu verschicken, verweisen die Anbieter auf RCS-Nachrichten (Rich Communication Service), wie sie zum Beispiel von Googles und Apples vorinstallierten Messages- bzw. Nachrichten-Apps versendet werden können.
Für das Versenden von Kurznachrichten mit reinem Text steht weiterhin SMS zur Verfügung. RCS-Nachrichten werden meist wie SMS abgerechnet und unterliegen damit den im jeweiligen Mobilfunktarif hinterlegten Gebühren.
Vodafone schaltete MMS schon 2023 ab
Je nach Netz und Anbieter kosteten MMS zwischen 39 und 79 Cent pro Nachricht. Außerdem durften angehängte Fotos oder Audiodateien eine Größe von 0,3 Megabyte nicht überschreiten. Mit den heute weitverbreiteten Messenger-Apps, bei denen zahlreiche Medieninhalte kostenlos verschickt werden können, war der Service nicht konkurrenzfähig.
Die Telekom wollte den Dienst ursprünglich schon zum Jahresende 2022 abschalten, verschob diesen Termin aber auf den 31. Dezember 2023. Warum die Abschaltung jetzt doch erst Ende Juni 2026 erfolgt, ist nicht bekannt.
Vodafone schaltete seinen MMS-Dienst bereits im Januar 2023 ab. Zur Begründung hieß es damals, dass der Dienst kaum noch genutzt werde und damit zur Modernisierung und Vereinfachung des eigenen Netzes beigetragen werden könne. Aus demselben Grund erfolgte auch die Abschaltung von UMTS.
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