Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Telekom-Techniker: Pro Arbeitstag fünf neue Antennenstandorte ans Netz gebracht

In den vergangenen vier Wochen waren die Techniker der Telekom sehr aktiv. Die Antennen werden für die Arbeiten per App ausgeschaltet.
/ Achim Sawall
11 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Techniker bei der Arbeit (Bild: Deutsche Telekom)
Techniker bei der Arbeit Bild: Deutsche Telekom

Die Telekom hat in den vergangenen vier Wochen die Mobilfunkversorgung an 535 Standorten ausgebaut. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 26. September 2024 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Das sind umgerechnet pro Arbeitstag fast fünf neue Standorte.

Davon wurden 96 Standorte neu gebaut. An 439 bestehenden Standorten wurde die Mobilfunkkapazität erhöht. An 89 dieser Standorte hat man erstmals 5G in Betrieb genommen.

Telekom-Techniker Sebastian Kohls berichtet in einem Telekom-Youtube-Video(öffnet im neuen Fenster) : "Während der Arbeit an einer Antenne muss diese natürlich abgeschaltet sein. Die Abschaltung führen wir selber durch mit unseren Apps. Es geht hier vor allem auch darum, dass wir geschützt sind, wenn wir an der Leiter hochklettern und zum Beispiel durch Radio- oder Fernsehantennen durchsteigen müssen, die teilweise Leistungen im Kilowattbereich aussenden."

Auf der 3,6-GHz-Frequenz arbeiten bei der Telekom bundesweit rund 12.800 einzelne 5G-Antennen in 950 Städten und Gemeinden, erklärte das Unternehmen. Die Angaben zur Anzahl der Mobilfunkantennen sind jedoch wenig aussagekräftig, da an einem Mobilfunkstandort in der Regel drei Antennen eine Funkzelle versorgen.

In welchen Frequenzbereichen die Telekom 5G betreibt

Nur in diesem Frequenzbereich sind die bei 5G versprochenen 1 GBit/s möglich. Frequenzen im Millimeterwellenbereich 26 und 60 GHz werden in Deutschland von den Netzbetreibern für 5G bewusst nicht eingesetzt, obwohl die Bundesnetzagentur sie bereitstellt . Die Telekom bietet jedoch seit Juni 2024 im Millimeterwellen-Bereich (mmWave) 5G bei 26 Gigahertz (GHz) kommerziell an, jedoch nur für Industriekunden in 5G-Campus-Netzen.

Weil im C-Band viele Antennen nötig sind, bauen die Netzbetreiber hier fast nur Städte aus. Die Telekom erklärte jedoch, dass die Antennen im C-Band zunehmen auch aufs Land kommen.

Die Telekom betreibt 5G auf verschiedenen Frequenzen: Die reichweitenstarken 2,1-GHz-Frequenzen liefern mobile Datenverbindungen insbesondere in ländliche Regionen. Dort sind jedoch mit 5G nur maximal 225 MBit/s möglich.

Im Juni 2022 startete die Telekom 5G im niedrigen 700-MHz-Frequenzbereich . Laut einem Branchenexperten können hier nur bis zu 200 MBit/s erreicht werden. Wichtig ist, ob es sich um 2 x 2- oder 4 x 4-MIMO (Multiple Input Multiple Output) handelt, denn die Bandbreite des Funkkanals lässt sich mit der Anzahl der Sendeantennen linear erhöhen.


Relevante Themen