Telekom: T-Mobile US setzt seinen Starmanager John Legere ab

Der Mann in der Lederjacke, der T-Mobile US ein neues erfolgreiches Image gegeben hat, verlässt das Unternehmen. Doch John Legere setzt sich nicht zur Ruhe.

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Der alte und der neue Chef von T-Mobile US
Der alte und der neue Chef von T-Mobile US (Bild: T-Mobile US)

Der Verwaltungsrat von T-Mobile US hat Mike Sievert (50) zum Chief Executive Officer und Nachfolger von John Legere (61) ernannt. Das gab die Deutsche Telekom am 18. November 2019 bekannt. Sievert ist derzeit Chief Operating Officer des drittgrößten Mobilfunkbetreibers der USA.

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"John Legere kann auf eine außerordentlich erfolgreiche Zeit als CEO zurückblicken", sagte Telekom-Vorstandschef Tim Höttges. Legere sei Architekt der Uncarrier-Strategie und der damit verbundenen Transformation des Unternehmens. Er habe die Kultur des Unternehmens grundlegend verändert. Der Aktienkurs von T-Mobile ist seit seinem Wechsel zum CEO im September 2012 um rund 240 Prozent gestiegen, verglichen mit einem Anstieg des S&P 500-Index um 114 Prozent im selben Zeitraum. Die Aktie gab am Montagmorgen um 1 Prozent nach.

Das Vergütungspaket von Legere belief sich im vergangenen Jahr auf insgesamt 66,5 Millionen US-Dollar, und er hat Anspruch auf weitere 109 Millionen US-Dollar, wenn das Unternehmen bestimmte Leistungsziele erfüllt.

Legere hat in den sozialen Medien die Popularität eines Popstars, ihm folgen bei Twitter 6,5 Millionen Menschen. Er liebt seine Lederjacke, vulgäre Sprache und Angriffe auf die Konkurrenz AT&T, Verizon und früher auch Sprint, die er als arrogante Abzocker bezeichnet, die T-Mobile als disruptiver Player "erledigen will". Er spricht aber auch über Schwächen des eigenen Unternehmens.

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Laut einem Bericht des Wall Street Journals soll Legere in Verhandlungen gewesen sein, um die Geschäftsführung von We Cos., der Muttergesellschaft von Wework, zu übernehmen. Legere sagte am Montag, er habe "nie Gespräche geführt, um Wework zu leiten", machte aber deutlich, dass er über einen Job in einer anderen Firma nachdenkt. "Ich gehe nicht in den Ruhestand", sagte er. "Ich bekomme bereits eine enorme Menge an Anfragen von Unternehmen, die kulturelle Transformationen, Führungsqualitäten und ähnliche Dinge gebrauchen könnten, wie wir sie hier demonstriert haben."

Der Führungswechsel sei Teil einer langfristig geplanten Nachfolgeregelung an der Spitze von T-Mobile. Er soll den Weg für eine neue Generation von Führungskräften öffnen, die T-Mobile US in die nächste Phase der Unternehmensgeschichte führen sollen.

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