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Telekom-Streit um Inhouse-Glasfaser: Eigentümer hatte Ausbau bereits an Pyur vergeben

Der Hauseigentümer, dem die Deutsche Telekom eigenmächtig Glasfaser im Gebäude verlegt hatte, hatte bereits einen fertigen Ausbauvertrag mit Tele Columbus (Pyur), die der Telekom sogar die Mitnutzung angeboten hatte.
/ Achim Sawall
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Tele-Columbus-Tochter RFC baut im Chemnitz aus. Oberbürgermeister Sven Schulze rechts im Bild. (Bild: Tele Columbus)
Tele-Columbus-Tochter RFC baut im Chemnitz aus. Oberbürgermeister Sven Schulze rechts im Bild. Bild: Tele Columbus

Im Streit vor dem Oberlandesgericht Karlsruhe zwischen der Deutschen Telekom und weiteren Netzbetreibern hatte der Hauseigentümer bereits einen Vertrag mit Tele Columbus (Pyur) zum kompletten Glasfaserausbau geschlossen und der Telekom sogar eine Mitnutzung des neuen Netzes angeboten. Das gab der Branchenverband FRK(öffnet im neuen Fenster) (Fachverband Rundfunk- und Breitbandkommunikation) am 25. August 2026 bekannt. Das Oberlandesgericht hatte der Telekom untersagt, ohne Zustimmung des Gebäudeeigentümers Glasfaser im Wohnungsstich auszubauen, und den Rückbau bereits installierter Infrastruktur angeordnet.

Laut Angaben von Sven Knapp von der Geschäftsleitung des Breko-Verbands hatte die Telekom keinerlei Vorabsprachen zum Ausbau mit dem Gebäudeeigentümer getroffen und den Ausbau offenbar nicht einmal vorher angekündigt. "Der Glasfaserausbau der Netzebene 4 erfolgt meist in enger Zusammenarbeit zwischen Telekommunikationsanbietern und Gebäudeeigentümern", betonte Knapp zuvor.

Das legt nahe, dass die Telekom hier einen Rechtsstreit bewusst provoziert hat.

Mitnutzung der Glasfaser von Tele Columbus war möglich

Laut dem Urteil war nicht die fehlende Absprache entscheidend, sondern "das Recht auf Verlegung neuer Netzinfrastruktur scheiterte hier (...) daran, dass dies (...) nur statthaft ist, soweit keine Nutzung bestehender Netzinfrastruktur (...) möglich ist, mit der der Betreiber seinen Telekommunikationsdienst ohne spürbare Qualitätseinbußen bis zum Endnutzer bereitstellen kann."

"Wer eine funktionierende Partnerschaft zwischen Eigentümer und Netzbetreiber einfach ignoriert und stattdessen auf eigene Faust baut, und das sogar ohne für den Mieter erkennbare Vorteile, handelt nicht im Sinne eines effizienten, ressourcenschonenden Glasfaserausbaus", kommentierte der FRK-Vorsitzende Ralf Berger.


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