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Alexa auf dem Telekom-Lautsprecher

Die Telekom hat Alexa auf vorbildliche Weise in den Smart Speaker integriert. Wir können nahtlos auf beide digitale Assistenten zugreifen. Sagen wir "Hallo Magenta" meldet sich der Telekom-Assistant, bei Zuruf mit "Alexa" kommt Amazons Pendant zum Einsatz. Sowohl Bose als auch Sonos bieten zwar auf ihren smarten Lautsprechern seit einiger Zeit die Option, wahlweise Alexa oder Google Assistant zu nutzen, aber eine parallele Nutzung gestatten sie nicht.

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Der Wechsel zwischen den Assistenten ist bei beiden Anbietern besonders mühsam, wie unser Test des Sonos Move zeigt. Beide Anbieter sind der Meinung, dass zwei parallel laufende digitale Assistenten den Nutzer verwirren würden.

Einer für alles

Für uns gibt es hier in der Praxis auf dem Telekom-Lautsprecher keine Probleme. Wir müssen uns dabei nicht einmal merken, mit welchem digitalen Assistenten ein Timer, eine Erinnerung oder ein Wecker gestellt wurde. Wenn also ein Alexa-Timer endet, genügt ein "Hallo Magenta, stopp" und er verstummt. Das funktioniert auch bei Alexa-Erinnerungen und Alexa-Weckern.

Umgekehrt können wir zwar keinen Magenta-Timer mit "Alexa, stopp" beenden, aber wir finden es durchaus logisch und nachvollziehbar, dass einer der beiden Assistenten alle solche Aktionen beenden kann. Die Lösung zeigt, wie es auch Bose oder Sonos hinbekommen könnten: Die Nutzer bestimmen einfach einen primären digitalen Assistenten, der dann alle Alarme, Timer, Wecker oder Erinnerungen beenden kann.

Leuchtring informiert über gewählten Assistenten

Bei all dem ist der LED-Leuchtring eine große Hilfe. Reden wir mit Magenta, leuchtet er in der Telekom-Farbe, bei der Aktivierung von Alexa ist er blau. Wir können also auf einen Blick erkennen, welcher der beiden digitalen Assistenten gerade läuft. Vorausgesetzt wir denken daran, den Lautsprecher nicht zu weit oben hinzustellen. Denn die Telekom hat den Leuchtring nicht an den Gehäuserand gelegt. Wenn sich der Lautsprecher leicht oberhalb der Augenhöhe des Nutzers befindet, kann der LED-Ring nicht mehr erkannt werden. Das ist leider eine glatte Fehlkonstruktion, weil schon eine etwas höhere Kommode genügt, um den Leuchtring beim Sitzen auf einer Couch nicht mehr erkennen zu können.

  • Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn der Magenta-Assistent lauscht, leuchtet die LED in der typischen Telekom-Farbe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist die Taste zur Stummschaltung des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier kann der Lautsprecher bei Bedarf in eine Anlage integriert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Stromanschluss für den Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LED leuchtet rot, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In diesem Modus sind die Mikrofone deaktiviert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring erstrahlt blau, wenn Alexa aktiv ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Der Leuchtring erstrahlt blau, wenn Alexa aktiv ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Was uns überhaupt nicht gefällt: Der Telekom-Lautsprecher gibt kein akustisches Signal, wenn ein digitaler Assistent aktiviert wurde. Die Konkurrenz kann meist so eingestellt werden, dass ein Signalton ertönt, sobald der digitale Assistent lauscht. Das ist vor allem praktisch, um ungewollte Aktivierungen zu bemerken. Im Fall des Telekom-Lautsprechers ist es aber auch aus einem anderen Grund notwendig.

Schwache Mikrofone

Denn die Mikrofonleistung des Telekom-Lautsprechers hat uns im Test nicht zufriedengestellt. Dabei sind uns Unterschiede zwischen Magenta und Alexa aufgefallen. Die Beliebtheit smarter Lautsprecher rührt auch daher, dass anfangs Amazon und später auch andere Hersteller besonders hochempfindliche Mikrofone in die Geräte eingebaut haben. Wir brauchen nur in irgendeine Richtung in einen Raum zu sprechen und werden verstanden. Diesen Komfort gibt es mit dem Telekom-Lautsprecher nur eingeschränkt.

Wenn er in einem etwa 15 qm großen Zimmer direkt hinter uns steht und wir das Magenta-Aktivierungswort sagen, bemerkt der Lautsprecher das meist nicht, auch wenn es dabei ruhig ist und es keine Störgeräusche gibt. Je größer der Raum ist, desto größer ist das Risiko, dass Magenta nicht reagiert.

Telekom-Lautsprecher mag keine Kinder

Nutzen wir hingegen Alexa, springt der Lautsprecher zuverlässiger an. Wir können in einem 40 qm großen Raum an beliebiger Stelle und Richtung Alexa sagen und der Lautsprecher empfängt Befehle auf Zuruf. Befinden wir uns an der gleichen Stelle möglichst weit weg vom Lautsprecher, aktiviert sich Magenta nicht. Die schlechtere Reaktion auf das Aufwachwort schmälert den Komfort des Assistenten. Hier muss die Telekom nachbessern.

Wer mit Grundschulkindern im Haushalt wohnt, wird mit dem Telekom-Lautsprecher nicht zufrieden sein. Wir haben festgestellt, dass Kinderstimmen vom Telekom-Gerät noch schlechter verstanden werden. Während Erwachsene in Zimmerlautstärke Magenta oder Alexa aktivieren konnten, misslang das Schulkindern bei gleicher Lautstärke und identischem räumlichen Abstand wiederholt. Manchmal half es nicht einmal, wenn der Lautsprecher angebrüllt wurde. Vergleichbare Schwierigkeiten sind uns bei Alexa- oder Google-Assistant-Geräten bislang nicht begegnet. Die Geräte der Konkurrenz können Kinderstimmen genauso gut verstehen wie die von Erwachsenen.

Magenta reagiert langsamer als Alexa

Dabei reagiert Magenta allgemein träger als Alexa. Bis wir von Magenta eine Antwort erhalten, dauert es so zwei bis drei Sekunden. Das klingt nach einer kurzen Wartezeit, aber es reicht uns zu verunsichern, ob unser Befehl überhaupt verstanden wurde. Dazu gesellt sich die unzureichende Reaktion auf das Aufwachwort, der fehlende Signalton und das nicht optimal postierte LED-Licht. Bei Alexa sind Antworten immer sofort da. Wir haben nie das Gefühl, dass wir warten müssen. Nicht nur in dieser Disziplin muss die Telekom Magenta substanziell verbessern.

Anders als mit Magenta können wir über Alexa auf Zuruf Musikstreamingdienste nutzen. Der Kunde kann hier zwischen den Amazon-Diensten Prime Music, Music Unlimited oder dem neuen Music HD wählen. Zudem stehen Spotify, Deezer sowie der Neuzugang Apple Music bereit. In allen Diensten können wir Titel, Alben oder Playlisten ansagen, die daraufhin abgespielt werden. Wenn wir Musik über Alexa hören, können wir die Wiedergabe auf Zuruf unterbrechen oder durch Berühren des Sensorfelds am Lautsprecher. Eine Fortsetzung der Wiedergabe gelingt über das Sensorfeld hingegen nicht.

Wie auch bei anderen Alexa-Lautsprechern von Drittanbietern gibt es beim Telekom-Modell nicht den vollen Alexa-Funktionsumfang. Wir können das Alexa-Signalwort nicht ändern, das gestattet Amazon ausschließlich für die eigenen Echo-Geräte. Auch die Alexa-Multiroom-Funktionen stehen nicht zur Verfügung und auch alle Anruffunktionen bleiben weiterhin den Echo-Geräten vorbehalten. Ansonsten sind die meisten anderen Funktionen verfügbar.

Wir können mit Hilfe von Alexa Hue-Lampen auf Zuruf steuern, wir können auf alle Skills zugreifen und so etwa auch externe Einkaufslisten einbinden und auch Musikwecker werden unterstützt. So können wir den Lautsprecher nutzen, um uns über Alexa mit passender Musik wecken zu lassen.

Wie gut ein Musikwecker auf dem Telekom-Lautsprecher erklingt, haben wir auch ermittelt.

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 Keine Sprachsteuerung bei der MusikwiedergabeKlangqualität ist bescheiden 
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Glitti 04. Okt 2019

Das ist ein typisches Rentnerprodukt was der findige Telekom Verkäufer den älteren...

nightfire2xs 01. Okt 2019

du meinst so, wie dass man SmartHome Geräte einfach so mit Alexa oder Siri steuern...

Runaway-Fan 01. Okt 2019

Gegenüber wem haben Amazon und Google hier aufgeholt? Siri? Cortana?

Dino13 01. Okt 2019

Also sollte man nichts mehr weiterentwickeln? Oder wie darf man dass den verstehen? Ab...

grumbazor 01. Okt 2019

Kommt mir nur ins Haus wenn die Teile ausschließlich auf herzhafte Rülpser hin aktiv...


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