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Keine Sprachsteuerung bei der Musikwiedergabe

Wirklich peinlich wird es, wenn es um Musik geht. Wir können mit Magenta auf Zuruf Radio hören. Die beworbene Spotify-Integration beschränkt sich hingegen auf die Anbindung von Spotify Connect; es ist keine Sprachsteuerung für Spotify vorhanden, wie sie für Alexa und Google Assistant selbstverständlich ist. Wir können über den Magenta-Assistenten lediglich die Musik auf Zuruf anhalten, fortsetzen oder in einer Playlist oder einem Album springen.

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Wollen wir eine andere Playlist wiedergeben oder zu einem anderen Album wechseln, müssen wir immer zum Smartphone greifen. Für einen smarten Lautsprecher ist das ein Armutszeugnis. Während Echo, Google Home und Co von mehreren Familienmitgliedern für die Musikwiedergabe verwendet werden können, ist das beim Telekom-Lautsprecher nicht ohne weiteres möglich. Immer muss ein passendes Smartphone als Zuspielgerät in der Nähe sein. Eine solche gravierende Einschränkung gibt es bei keiner anderen Plattform eines digitalen Assistenten für smarte Lautsprecher.

Magenta kann außerdem zur Steuerung von Smart-Home-Geräten genutzt werden - aber nur, wenn der Telekom-Dienst Magenta Smart Home gebucht wird. Hier geben sich Alexa und Google Assistant deutlich offener: Etliche Hersteller von Smart-Home-Komponenten bieten eine passende Anbindung, um etwa Lampen auf Zuruf zu steuern.

  • Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn der Magenta-Assistent lauscht, leuchtet die LED in der typischen Telekom-Farbe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist die Taste zur Stummschaltung des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier kann der Lautsprecher bei Bedarf in eine Anlage integriert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Stromanschluss für den Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LED leuchtet rot, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In diesem Modus sind die Mikrofone deaktiviert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring erstrahlt blau, wenn Alexa aktiv ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Hier kann der Lautsprecher bei Bedarf in eine Anlage integriert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Des Weiteren lässt sich ein Entertain-TV-Empfänger mit der Stimme steuern, um etwa eine Wiedergabe anzuhalten oder den Sender zu wechseln. Diese beiden Komponenten haben wir in diesem Test nicht weiter beleuchtet, weil es uns darum ging zu zeigen, was mit dem Telekom-Lautsprecher möglich ist, ohne weitere Telekom-Dienste buchen zu müssen.

Telefoniefunktionen nur mit wenigen DECT-Basisstationen verfügbar

Als weitere Besonderheit kann Magenta für Telefonie verwendet werden - so wird der Lautsprecher immer wieder von der Telekom beworben. Der Smart Speaker benötigt dafür allerdings zwingend einen Telekom-Router oder eines der beiden AVM-Modelle Fritzbox 7490 oder Fritzbox 7590.

Diese Information findet sich weder auf der Produktseite noch auf der Bestellseite und auch nicht im Handbuch, das im Internet zur Verfügung steht. Auch im FAQ-Bereich fehlt jeder Hinweis dazu.

Im schlimmsten Fall erfährt der Kunde also erst nach dem Kauf, dass er nicht die passende Ausrüstung hat, um eine vielbeworbene Funktion nutzen zu können. Selbst bei der Einrichtung der Telefoniefunktion in der Magenta-App bekamen wir keinen Hinweis darauf, dass dies nur mit wenigen ausgewählten DECT-Basisstationen funktioniert. Laut Telekom wird darauf ausschließlich in den AGB der Telekom hingewiesen, aber die AGB zum Smart Speaker finden sich auf der Telekom-Webseite nicht.

Es wird die richtige DECT-Basis benötigt

Wir betrieben den Smart Speaker zunächst an einer Gigaset-DECT-Station SL450A Go. Damit waren keine ausgehenden Telefonate möglich, wir konnten nur Anrufe annehmen. Und sobald wir erfolglos jemand anderen über den Lautsprecher angerufen haben, klingelten alle übrigen DECT-Mobilteile nicht mehr, bis wir die DECT-Station neu gestartet hatten.

Nachdem wir bei der Telekom-Hotline erfahren hatten, dass unsere DECT-Basis nicht unterstützt wird, haben wir den Smart Speaker mit einer Fritzbox 7490 verbunden - dann funktionierte alles, wie es sollte. Der Lautsprecher greift dazu auf das Adressbuch im E-Mail-Postfach des Telekom-Zugangs zu. Wir können hier auch gezielt nur die Rufnummern eingeben, die für die Nutzung des smarten Lautsprechers gewünscht sind. Ein Telefonbuch aus einem anderen DECT-Telefon kann nicht direkt in das Adressbuch des Smart Speakers übertragen werden. Alternativ kann das Smartphone-Adressbuchs komplett oder teilweise importiert werden.

Nicht immer werden wir richtig verstanden

Beim Telefonieren begegnen uns die gleichen Probleme wie bei anderen digitalen Assistenten. Bei den Anruffunktionen muss sich der Nutzer eng an die vorgegebene Befehlsstruktur halten - vor allem, wenn ein Kontakt mehrere Rufnummern hat. Wollen wir Mathilda anrufen und sagen "Ruf Mathildas Privatnummer an", wird das nicht verstanden. Wir müssen - etwas unnatürlich - sagen: "Ruf Mathilda privat an." Alternativ können wir "privat" durch "zu Hause" ersetzen, "daheim" wird wieder nicht verstanden.

Sagen wir bei Kontakten mit Rufnummern nicht die passende Rubrik an, erfolgt eine Rückfrage. Wer das umgehen will, legt für jede Rufnummer einen eigenen Kontakt an. Dann gibt es deutlich weniger Probleme. Wenn der Lautsprecher gerade mit dem Abspielen von Musik beschäftigt ist, wird die Musik vom Lautsprecher leiser gestellt, alle Ansagen von Alexa oder Magenta werden gestoppt. Wir bekommen den eingehenden Anruf angesagt und sehen den LED-Ring grün leuchten - das ist gut gelöst.

Wie bei allen anderen smarten Lautsprecherlösungen mit Telefoniefunktionen hat auch die Telekom bei ihrem Produkt eine wichtige Funktion vergessen: Wenn wir einen Anruf verpasst haben, gibt es keinen Hinweis am Lautsprecher. Der Nutzer muss also immer selbst daran denken, in der Anrufliste nachzusehen, ob Anrufe verpasst wurden. Immerhin werden verpasste Anrufe in der Lautsprecher-App angezeigt, das ist praktisch.

Telefonqualität am anderen Ende ist bescheiden

Wie schon bei unseren Tests des Echo Connect und des Gigaset LH800HX waren wir mit der Gesprächsqualität der Telefonate nur bedingt zufrieden. Der Anrufer am anderen Ende der Leitung hört das Telefonat so, als ob mit einem klassischen DECT-Telefon im Freisprechbetrieb telefoniert wird. Je weiter weg wir uns vom Telekom-Lautsprecher bewegen, desto schlechter werden wir verstanden. Hier ist der Lautsprecher einem klassischen DECT-Telefon unterlegen, das wir bei Bedarf mit uns herumtragen können und durch Nähe zum Telefonmikrofon für eine bessere Sprachqualität sorgen können.

Vor allem waren wir gespannt, wie es sich anfühlt, zwei digitale Assistenten direkt auf einem Lautsprecher nutzen zu können.

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 Der digitale Assistent der Telekom hat wenige FunktionenAlexa auf dem Telekom-Lautsprecher 
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Glitti 04. Okt 2019

Das ist ein typisches Rentnerprodukt was der findige Telekom Verkäufer den älteren...

nightfire2xs 01. Okt 2019

du meinst so, wie dass man SmartHome Geräte einfach so mit Alexa oder Siri steuern...

Runaway-Fan 01. Okt 2019

Gegenüber wem haben Amazon und Google hier aufgeholt? Siri? Cortana?

Dino13 01. Okt 2019

Also sollte man nichts mehr weiterentwickeln? Oder wie darf man dass den verstehen? Ab...

grumbazor 01. Okt 2019

Kommt mir nur ins Haus wenn die Teile ausschließlich auf herzhafte Rülpser hin aktiv...


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