Der digitale Assistent der Telekom hat wenige Funktionen

Die weibliche Stimme des Magenta-Assistenten klingt ganz angenehm, die Sprechweise ist aber deutlich schwächer als bei Alexa. Die Aussprache von Magenta ist sehr künstlich und hat etwas Maschinelles. Immer wieder werden Wörter nicht korrekt betont. Während Amazon und Google mittlerweile so weit sind, dass Nutzer den Eindruck gewinnen, mit einem Menschen zu sprechen, stellt sich dieses Gefühl beim Magenta-Assistenten nicht ein.

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Kommen wir zum Funktionsumfang von Magenta. Wir können damit einen Timer stellen, uns den Wetterbericht oder Sportergebnisse ansagen lassen, Dinge auf eine Einkaufsliste oder eine Aufgabenliste setzen. Beim Stellen eines Timers wird eine Ansage wie "Stelle einen Timer auf dreieinhalb Minuten" nicht verstanden. Wir müssen dann sagen "Stelle einen Timer auf drei Minuten und dreißig Sekunden". Hier sind Alexa und Google Assistant deutlich weiter, die mit Halbminuten-Ansagen gut klarkommen.

Keine Erinnerungen, keine Wecker

Weckerfunktionen oder Erinnerungen fehlen dem Telekom-Produkt ganz. Wollen wir eine Erinnerung stellen, passiert einfach nichts - es gibt nicht einmal eine Rückmeldung, dass der Befehl nicht verstanden wird. Das passierte im Test öfter mal. In solchen Situationen reagiert die Konkurrenz meist mit einer Ansage, dass eine Funktion nicht zur Verfügung stehe.

  • Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Wenn der Magenta-Assistent lauscht, leuchtet die LED in der typischen Telekom-Farbe. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Auf der Rückseite ist die Taste zur Stummschaltung des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Hier kann der Lautsprecher bei Bedarf in eine Anlage integriert werden. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Stromanschluss für den Smart Speaker der Telekom (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Die LED leuchtet rot, wenn die Mikrofone ausgeschaltet sind. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • In diesem Modus sind die Mikrofone deaktiviert. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
  • Der Leuchtring erstrahlt blau, wenn Alexa aktiv ist. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)
Auf der Rückseite ist die Taste zur Stummschaltung des Mikrofons. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Als einzige Newsquelle gibt es bei Magenta die Tagesschau der ARD, weitere Quellen werden nicht geboten. Hier haben Alexa und Google Assistant deutlich mehr Auswahl. Zudem gibt es in Magenta einen Übersetzer, aber nur vom deutschen ins Englische, nicht umgekehrt. Weitere Sprachen sind nicht verfügbar.

Aufgaben- und Einkaufsliste gut umgesetzt

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Gut gelöst ist das Führen einer Einkaufsliste oder einer Aufgabenliste. Beide werden in der Magenta-App gespeichert und stehen auch bereit, wenn das Smartphone keine Internetverbindung hat - mit dem Stand, als die App das letzte Mal mit dem Internet verbunden war. Andere Cloud-Einkaufs- oder Aufgabenlisten werden nicht unterstützt, der Nutzer muss die Telekom-Lösung verwenden. Für den Telekom-Lautsprecher gibt es derzeit nichts Vergleichbares zu den Skills für Alexa, um den Funktionsumfang des digitalen Assistenten erweitern zu können.

Zudem kann Magenta einfache Wissensfragen beantworten, indem auf Wikipedia zugegriffen wird. Dabei wird immer der gesamte Text vor dem Inhaltsverzeichnis eines Wikipedia-Artikels vorgelesen. Das kann je nach Umfang ermüdend sein. Fragen wir nach Angela Merkel, werden uns drei lange Absätze stockend und holpernd vorgelesen. Es ist kaum möglich, das Vorgelesene aufgrund der schlechten Aussprache und der vielen falschen Betonungen überhaupt zu verstehen. Gut gelöst ist hingegen, dass am Ende die Quelle genannt wird.

Die Konkurrenz nutzt auch Wikipedia, aber anders

Zum direkten Vergleich: Alexa liest einen Großteil des ersten Absatzes vor, der Nutzer erfährt, dass sie Politikerin und amtierende Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland ist. Dabei wird flüssig und angenehm vorgelesen. Nachteil: Amazon verschweigt die Quelle.

Google Assistant macht es noch einmal anders: Hier wird gleich am Anfang die Quelle angegeben. Aber der Google Assistant hört bereits nach dem ersten Satz auf. Nachteil: Der Nutzer erfährt dadurch nicht, dass Merkel derzeit Bundeskanzlerin ist. Somit liefert der Google Assistant dadurch das schwächste Ergebnis, weil zu wenig Informationen geliefert werden.

Dafür punktet der Google Assistant oftmals damit, dass mehr Wissensfragen korrekt verstanden werden. Fragen wir alle drei Assistenten, wie der Fachbegriff für Platzangst lautet, scheitern Magenta und Alexa. Sie kennen keine Antwort. Google Assistant liest als einziger die passende Passage aus Wikipedia vor und beantwortet die Frage somit.

Vor allem bei der Beantwortung von Wissensfragen liest Magenta noch viel zu schlecht vor. Leider fehlen auch Selbstverständlichkeiten wie Wecker und Erinnerungen, denn gerade Letztere sind enorm praktisch, sich mal eben auf Zuruf an etwas erinnern zu lassen. Doch das ist noch nicht das größte Manko.

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Glitti 04. Okt 2019

Das ist ein typisches Rentnerprodukt was der findige Telekom Verkäufer den älteren...

nightfire2xs 01. Okt 2019

du meinst so, wie dass man SmartHome Geräte einfach so mit Alexa oder Siri steuern...

Runaway-Fan 01. Okt 2019

Gegenüber wem haben Amazon und Google hier aufgeholt? Siri? Cortana?

Dino13 01. Okt 2019

Also sollte man nichts mehr weiterentwickeln? Oder wie darf man dass den verstehen? Ab...



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