Telekom: Ruf nach Superroaming von 1&1 "ist absurd"
Die Deutsche Telekom und Vodafone haben den Vorstoß von 1&1, über die Bundesnetzagentur Zugriff auf ihre 5G-Netze zu erzwingen zurückgewiesen. Ein Telekom-Sprecher sagte Golem.de auf Anfrage: "Der Ruf nach einem Superroaming ist absurd. Schon deshalb, weil nur ein Netzbetreiber zu Roaming auf einem Netz berechtigt sein könnte. 1&1 hat aber bis heute kein Netz."
Es dränge sich zunehmend der Verdacht auf, dass 1&1 eigentlich nur auf Kosten investierender Unternehmen die Verhandlungsposition als Diensteanbieter verbessern möchte. Netzbetreiber zu sein, heiße Netze zu bauen. Diese Regel gelte auch für Neueinsteiger im Markt. "Wenn Roaming ein dauerhafter Ersatz für den eigenen Netzausbau wird, dann wird Deutschland ein Bärendienst erwiesen. Benötigt werden Investitionen in Infrastruktur." Informierte Kreise verweisen dagegen darauf, dass bei 1&1 Tausende Antennen darauf warteten, errichtet zu werden.
Valentina Daiber, Vorständin Legal & Corporate Affairs bei O2 Telefónica, sagte Golem.de: "Bei 5G gab es für alle Netzbetreiber gleiche Startbedingungen und klare Spielregeln." Drei Netzbetreiber hätten ihr 5G-Netz bereits umfassend ausgebaut.
"Bei den im Jahr 2019 gestarteten Verhandlungen zu einem Telefónica-1&1-NRA nach den Telefónica-E-Plus-Fusionsauflagen war stets klar, dass 5G nicht Bestandteil der Vereinbarung ist. Entsprechend erwarten wir keine wettbewerbsverzerrenden Änderungen der aktuellen Vereinbarung" , betonte Daiber.
Zudem stellten Experten aus der Branche die Frage, wie 1&1 ohne ein Kernnetz die National-Roaming-Kapazität sinnvoll steuern wolle.
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