Telekom: Mobilfunknetze in Europa trotz Hochwasser weitgehend stabil

Das Mobilfunknetz von T-Mobile Austria verzeichnet trotz Hochwasser nur wenige Ausfälle. Das erklärte Deutsche-Telekom-Sprecher Georg von Wagner Golem.de auf Anfrage: "Das Netz ist hier weitgehend stabil, Ausfälle werden hauptsächlich durch Stromunterbrechungen verursacht." Die Beschäftigten in den betroffenen Regionen Österreichs wurden gebeten, bis Mittwoch von zu Hause aus zu arbeiten.
Die Telekom betreibt Netze in den Ländern Österreich, Tschechien und Polen, die von den starken Regenfällen und verheerenden Überschwemmungen betroffen sind.
T-Mobile Austria stelle allen Mobilfunkkunden bis Freitag kostenlos unbegrenztes Datenvolumen zur Verfügung, sagte von Wagner. Die Begrenzung wurde auch in den anderen betroffenen Ländern aufgehoben.
Die Zahl der Toten nach der Hochwasser- und Flutkatastrophe in Tschechien ist auf vier angestiegen. T-Mobile ist der größte Betreiber in der Tschechischen Republik (TMCZ) und bietet Mobilfunkdienste für Millionen Kunden an.
Notfallteams und mobile Sendetürme
"Das Unternehmen verstärkte die Schichten, mobilisierte Notfallteams und verlegte alle verfügbaren Ressourcen und Kapazitäten in die Krisengebiete, um vor Ort schnell Hilfe zu leisten" , teilte von Wagner mit. Mobile Sendetürme wurden in den Bereitschaftsmodus versetzt, Dieselgeneratoren und Ersatzteile überprüft und aufgestockt.
Im südwestlichen Polen sind Städte und Dörfer überschwemmt, Dämme und Brücken wurden von den Wassermassen zerstört. In Polen gibt es laut von Wagner keine kritischen Netzausfälle. "Bei Bedarf sind mobile Stationen unterwegs und einsatzbereit. In Zusammenarbeit mit lokalen Krisenzentren und dem Polnischen Roten Kreuz werden Powerbanks, Prepaid-Karten und Ladegeräte an die am stärksten betroffenen Orte verteilt" , erklärte er weiter.
In Deutschland entspannt sich an den Flüssen Elbe und Oder die Lage etwas. Das Land Brandenburg bereitet sich auf ein Hochwasser der Oder vor. "Alle Betriebsstellen der Telekom in Festnetz und Mobilfunk arbeiten normal" , stellte von Wagner fest.