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Sachsen-Anhalt: Telekom will die Schulen endlich mit Glasfaser anschließen

Die Telekom will ihren Auftrag erfüllen, die Schulen in Sachsen-Anhalt mit Glasfaser zu versorgen. Doch das ist umstritten.
/ Achim Sawall
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Unterricht ohne Internet ist nicht mehr möglich (Bild: Deutsche Telekom)
Unterricht ohne Internet ist nicht mehr möglich Bild: Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom sieht sich in einem Landkreis in Sachsen-Anhalt daran gehindert, die Schulen mit Glasfaser zu versorgen. Wie Golem.de aus unternehmensnahen Kreisen erfuhr, wurden bereits fast 150 Schulen von der Telekom mit einem Glasfaser-Zugang zum Netz versorgt und verfügen auch über ein Inhouse-Netz. Golem.de hatte über die Auseinandersetzung zweimal berichtet.

Mehr als 50 Schulen im Landkreis Börde fehlten die Grundstücksgenehmigungen, weshalb die Glasfaser nur vor die Schulen gelegt werden könne, aber nicht bis ins Gebäude, erklärte die Telekom am 9. Februar 2021. Hintergrund ist ein Streit mit einem kommunalen Netzbetreiber ARGE-Breitband.

Der Auftrag zur Versorgung der Schulen wurde der Telekom nachweislich im November 2019 vom Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt erteilt. Dies umfasste neben dem Glasfaseranschluss mit einer Datenrate je Schule von 1 GBit/s, den Bau der Netzebene 3, also das Verlegen der Glasfaser bis ins Schulgebäude, die Verkabelung im Gebäude vom Hausanschluss bis zum Serverschrank (Netzebene 4) und eine Sicherheitsarchitektur (Firewall) für die Schulen.

Wie aus Telekom-Unternehmenskreisen verlautete, bestand nie ein Einvernehmen darüber, dass die Schulen im Landkreis Börde nicht angeschlossen würden. Holger Haupt, Breitbandbeauftragter der ARGE, betonte, der Kreistag des Landkreises habe im Dezember 2019 den Beschluss gefasst, dass alle Schulen in Trägerschaft des Landkreises, die in einer ARGE-Gemeinde liegen, an das kommunale Netz der jeweiligen ARGE-Gemeinde anzuschließen seien. Dabei gehe es um einen sachgerechten Umgang mit öffentlichen Mitteln.

Doch das Breitband-Projekt des Landkreises wird mit Steuermitteln gefördert und der Digitalpakt stellt einen weiteren Einsatz von Steuergeldern dar.


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