Telekom: Künftiger 5G-Ausbau treibt LTE-Netzverdichtung an
Die Deutsche Telekom nimmt 430 neue Mobilfunkstandorte in Betrieb. Das gab das Unternehmen am 30. Januar 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Was die Mobilfunkbetreiber lange hinauszögerten, wird jetzt für das 5G-Netz entscheidend. "Insbesondere mit Blick auf 5G dürfen wir beim Mobilfunkausbau nicht nachlassen" , sagte Walter Goldenits, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland. "LTE wird auf viele Jahre hinaus die Grundlage für die weitere Entwicklung des Mobilfunknetzes bleiben. Der Rollout von LTE muss deshalb weiter vorangetrieben werden."
Die Telekom hat das Netz ihren Angaben zufolge verdichtet, modernisiert und Lücken geschlossen. Rund 9.500 neue Dienste – GSM, UMTS und LTE – wurden in das Netz gebracht. Rund 160.000 zusätzliche Nutzer können jetzt auf das LTE-Netz der Telekom zugreifen.
LTE-Abdeckung in Deutschland ist nicht gut
In Deutschland ist das LTE-Netz im europäischen Vergleich besonders schlecht ausgebaut. Dabei hat die Telekom laut Netztests noch die am besten ausgebaute Mobilfunkinfrastruktur. " Auffallend ist, dass die Netzbetreiber inzwischen immer häufiger Frequenzbereiche für LTE nutzen, die sie eigentlich für ältere Funktechniken wie UMTS oder GSM ersteigert hatten" , sagte Wolfgang Pauler, Testchef von Chip.
In einer aktuellen, von den Grünen in Auftrag gegebenen P3-Studie(öffnet im neuen Fenster) über die LTE-Versorgung hieß es: "Die drei besten Netzanbieter in den Niederlanden kommen auf eine durchschnittliche Verfügbarkeit/Abdeckung von 93,5 Prozent, in Polen sind es 82,5 Prozent und in Deutschland 59,5 Prozent. Albanien schafft es auf 61,7 Prozent. Und wenn LTE verfügbar ist, surfen die europäischen Nachbarn doppelt so schnell mobil wie die deutschen Kunden. " Damit lande das deutsche Mobilfunknetz bei den wesentlichen Merkmalen auf den hinteren Plätzen in Europa.
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