Telekom: "Keine 5G-Standalone-Anwendungen für Privatkunden"

Alle 5G-Standorte im C-Band können parallel das bereits bestehende Kernnetz und das neue 5G Standalone. Doch Endkunden bringt das noch nichts.

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Telekom-Deutschlandchef Srini Gopalan
Telekom-Deutschlandchef Srini Gopalan (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)

Alle 5G-Standorte der Deutschen Telekom bei 3,6 GHz sind jetzt an das Standalone-Kernnetz angebunden. Das sagte Srini Gopalan, Vorstand Telekom Deutschland, am 14. Dezember 2021. "Das ist relevant im Geschäftskundenbereich, es gibt aber praktisch noch keine Anwendung für Privatkunden." Für Geschäftskunden gehe es besonders um das Network Slicing.

Auch Claudia Nemat, Vorständin für Technologie und Innovation, betonte: "Es gibt kaum Endgeräte in dem Bereich. 5G Standalone für Privatkunden wird künftig ermöglicht. Der Hauptnutzen wird sich ändern, wenn Augmented und Virtual Reality verbreitet sind." Laut Gopalan dauert das - und die Geräteverfügbarkeit - aber noch 1 oder 2 Jahre.

Bei den insgesamt 63.000 5G-Antennen des Netzbetreibers kamen dieses Jahr 6.000 hinzu. Auf dem 3,6-Gigahertz-Band ist 5G jetzt in rund 140 Städten verfügbar. Über 3.500 Antennen an annähernd 1.200 Standorten bieten 5G im C-Band.

Alle Standorte im 3,6 Gigahertz-Band unterstützen parallel sowohl das bereits bestehende Kernnetz als auch das neue 5G-Standalone-Kernnetz. Im kommenden Jahr will die Telekom 5G Standalone auf weiteren Frequenzbändern ausrollen.

Tatsächlich unterstützen bereits einzelne Smartphonemodelle der Hersteller Samsung und Oppo 5G Standalone.

"Wir nutzen die Technologien so, dass unsere Kunden den höchsten Mehrwert haben", sagte Walter Goldenits, Technikchef der Telekom Deutschland, bereits am 30. August 2021. "Derzeit betreiben wir in vier deutschen Städten Standalone-Standorte". Man sei sich aber bewusst, dass mit 5G SA im Livenetz die Nutzer erst einmal einen Rückgang bei der Datenübertragungsrate erlebten. Bisher wurden Datenraten von 1 GBit/s und mehr mit den 4G-Kapazitätsbändern erreicht. 5G SA sei "eine technische Spielerei", die nur Experten "bereits ausprobieren wollen", sagte Goldenits.

Das gegenwärtig genutzte 5G (Non-Standalone) verwendet noch den LTE-Kern. 5G NSA benötigt LTE für das Einbuchen in das Netz und für Session Control. Für die User Plane (Up and Down) wird 5G New Radio eingesetzt. 5G im Standalone-Betrieb (SA) bietet mit einem eigenen 5G-Core Network Slicing, URLLC (Ultra Reliable and Low Latency Communications) mit geringer Latenz und eine erweiterte Sicherheitsarchitektur. Beim 5G-Kernnetzwerk sind Software und Hardware komplett entkoppelt.

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TommyH 21. Dez 2021

Mal eine reine Verständnisfrage... 5G mit 3600MHz auf NSA-Basis braucht doch stets eine...

TheBlueFire 15. Dez 2021

Was soll das es ist doch nur die Rede davon dass es keine spezialanwendungen gibt keine...

TheBlueFire 15. Dez 2021

Was hat das mit Kupfer Kabel zu tun? Nichts



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