Telekom: Kaum Probleme ohne Lösung bei der IP-Umstellung

Ein Bundesland hatte harsche Kritik an der Telekom bei der All-IP-Umstellung geäußert. Nach einer Prüfung blieb davon nur wenig übrig.

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IP-Umstellung der Telekom
IP-Umstellung der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Deutsche Telekom wehrt sich gegen die Vorwürfe des Infrastrukturministeriums in Mecklenburg-Vorpommern, wonach die IP-Umstellung dort massive Probleme verursache. Die Telekom habe gerade im ländlichen Raum vielerorts offenbar keine ausreichende Vorsorge beim Ausbau getroffen, hatte Minister Christian Pegel (SPD) im Februar erklärt.

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Die Telekom bat daraufhin das Ministerium, alle strittigen Fälle vorzulegen. "In Summe 17 Fälle wurden uns übergeben. Wir haben die Fälle recherchiert und mit den Kunden gesprochen", erklärte Telekom-Sprecher Markus Jodl. In zwei Fällen handelte es sich nicht um Kunden der Telekom, sondern um Anfragen zum Thema Bandbreite und Ausbau. Zwei Kunden waren nicht bereit, in einen Router zu investieren, um DSL zu erhalten. In einem Fall wollte eine Kundin ein Downgrade ihres Tarifs, weil sie mehrere Monate im Ausland verbringen werde. Ein Kunde hatte sich über hohe Mobilfunk-Tarife beklagt.

"Bei einem Kunden wird das Problem durch einen Ausbau mit geringer Selbstbeteiligung behoben", sagte Jodl. "Sechs Kunden konnte mit einer Satelliten-Anbindung geholfen werden, zwei Kunden mit einer LTE-Anbindung. Zwei Fälle befinden sich (Stand Ende April) noch in Klärung."

Die Telekom habe in Mecklenburg-Vorpommern rund eine halbe Million Telefonanschlüsse. Wie im Rest Deutschlands sei die IP-Umstellung auch in Mecklenburg-Vorpommern weitgehend abgeschlossen.

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Natürlich sei jeder Problemfall ärgerlich und müsse gelöst werden. "Aber wir tun uns keinen Gefallen, wenn immer ein Problemfall ausreicht, um Hunderttausende von erfolgreichen Umschaltungen in den Schatten zu stellen", betonte Jodl.

IP-Umstellung: Pilotprojekt der Telekom mit Satellitenbetreiber

Nur für einen sehr geringen Teil der Kunden habe die IP-Umstellung zur Folge, dass die Telekom ihnen nur noch einen Festnetz-Anschluss anbieten könne und die vorhandene Bandbreite nur für einen schmalbandigen Internetanschluss ausreiche. Nur wenn Kunden zu einem anderen Anbieter portiert werden wollten oder auf wiederholte Kontaktaufnahme nicht reagierten, lege die Telekom Anschlüsse zum Ende der angekündigten Vertragslaufzeit still.

"Kein Kunde in ländlichen, derzeit noch unterversorgten Anschlussbereichen muss sich mit einem analogen Festnetzanschluss abfinden. Wir haben für diese Kunden alternative Optionen entwickelt, welche die neben der Telefonie von den Kunden benötigten Leistungsmerkmale eines ISDN-Anschluss auffangen", sagte Jodl. Häufig könne Mobilfunk eine passende Ersatzlösung sein - sowohl für den Internetzugang als auch für die Sprachtelefonie. Hybrid-Produkte, bei denen der Mobilfunk unterschiedlich stark eingebunden ist, ergänzten die über das Festnetz mögliche Übertragung. In anderen Fällen übernehme der Funk komplett.

In Fällen, "in denen auch keine Mobilfunklösung zur Verfügung steht, gibt es die Möglichkeit, über Satellitentechnologie den Zugang zu Telefonie, Internet und bei Bedarf auch Fernsehempfang zu nutzen. Mit einem Satellitenbetreiber haben wir ein entsprechendes Angebot entwickelt", erklärte Jodl. Für Geschäftskunden teste die Telekom die Satellitentechnik derzeit in einem Pilotprojekt.

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Bonarewitz 26. Mai 2020

Das ist offensichtlich. Sonst wäre es vermutlich bereits geschehen oder es würde eine...

mgutt 23. Mai 2020

Ich konnte bei meiner Schwiegermutter mit einer Richtantenne den Anschluss immerhin von 1...

derKlaus 22. Mai 2020

Ergänzend dazu: wenn die Konkurrenz nur Telekom-Leitungen liefert, kann ein Störungsfall...

p4m 22. Mai 2020

Das braucht er Dir nicht blauäugig glauben, sondern nennt sich Aufbewahrungspflicht und...

chartmix 22. Mai 2020

Was ist denn mit Vodafone? Die stehen Infrastruktmäßig doch auch gut da und hat das...



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