Telekom-Internet-Booster: Hybridzugang für über 600 MBit/s inhouse kommt

Die Deutsche Telekom wird ihr Hybrid-5G-Produkt für Inhouse am 1. Februar 2023 ankündigen. Das berichtet Caschys Blog unter Berufung auf eine Telekom-Mitarbeiterin(öffnet im neuen Fenster) . Die Verfügbarkeit des Tarifs mit Zusatzantenne dürfte zum selben Datum oder kurz danach erfolgen.
Die Telekom bietet den ersten Speedport-Hybridrouter bereits seit November 2014 an. Hybridzugang bedeutet, dass der Router die Datenrate aus dem Fest- und Mobilfunknetz aggregiert. Dabei bleiben das bisher genutzte LTE-Netz und auch das viel leistungsfähigere 5G-Netz ein Shared Medium, bei dem alle Nutzer einer Funkzelle die Datenrate teilen müssen. Diese schwankt also stark mit der Auslastung der Funkzelle. Mit Network Slicing könnte aber eine Datenrate garantiert werden.
Außenantenne zur Miete
Bei einem bisherigen Feldtest wurden jedoch über 600 MBit/s ins Haus geliefert , wobei anders als bei LTE bei dem sogenannten 5G-DSL eine Außenantenne benötigt wird, weil das Signal nicht durch Mauern gelangt. Laut Caschys Blog muss das Endgerät, der Speedport Smart 4, weiter genutzt werden. Ein externes 5G-Modul könne bei der Telekom gemietet werden.
Horst Durben, Telekom-Produktmanager für Breitband, sagte zuvor über die Außenantenne: "Der Unterschied liegt in dem Frequenzbereich, in dem wir uns bewegen. Bei 4G bewegen wir uns in dem Frequenzbereich, der kleiner als 3 GHz ist. Im 5G-Frequenzbereich reden wir von Frequenzen größer als 3 GHz, bei 3,6 GHz. Bei weniger als 1 GHz kommen wir noch ganz gut ins Gebäude hinein. Bei 1 bis 3 GHz sieht man schon, dass es weniger wird. Bei mehr als 3 GHz kommen wir maximal noch hinter die Fensterscheibe." Deshalb könne man die Antennenmodule nicht im Router verbauen und benötige eine zusätzliche Außenantenne. Die Idee sei dabei, von der Außenantenne mit einem Flachbandkabel durch den Fensterrahmen oder eine Balkontür ins Innere zu kommen, ohne ein Loch bohren zu müssen.