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Telekom in München: Industrial AI Cloud startet 30 Meter unter der Erde

Die Telekom hat ihr neues KI -Rechenzentrum im Tucherpark fertig und zu 30 Prozent ausgelastet.
/ Achim Sawall
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Bei der Eröffnung des Rechenzentrums in München (Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de)
Bei der Eröffnung des Rechenzentrums in München Bild: Deutsche Telekom / Screenshot: Golem.de

Die Deutsche Telekom hat ihre Industrial AI Cloud in München in Betrieb genommen. Das Rechenzentrum wurde in den vergangenen sechs Monaten für eine Milliarde Euro gemeinsam mit dem Datacenter-Partner Polarise aus Paderborn aufgebaut. "Es gibt genügend LLMs, aber es gibt keine Industriemodelle" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Ferri Abolhassan, Vorstand Telekom und CEO T-Systems am 4. Februar 2026.

Die Infrastruktur basiert auf rund 10.000 Nvidia-Blackwell-GPUs, darunter Nvidia-DGX-B200-Systeme und Nvidia-RTX-Pro-Server-GPUs, die nach den Angaben eine Rechenleistung von bis zu 0,5 Exaflops auf 5.000 Quadratmetern liefern.

Abolhassan betonte: "Wir können in München sogar verdreifachen, wodurch wir auch skalierbar nach oben werden, um dem Bedarf zu folgen, damit der Stack Simulationen für die Oberflächenfertigung in Automobil- und Luftfahrt machen kann. So kann er beispielsweise auch Digital Twin-Fabriken planen."

Altes Rechenzentrum neu ausgebaut

Den "Plattform-Layer, der die Drehscheibe ist, auf der die darüberliegende Anwendung und Software laufen, machen wir mit SAP. Damit sind wir offen für alle, die mitmachen wollen" , erklärte er. Man habe bereits 30 Prozent Auslastung.

Abolhassan sagte: "Wir wollen aber auch den Public Sector nicht vergessen. Wir sind hier ganz klar auch mit der Gruppe von Herrn Wildberger dran zu überlegen, wie wir mit der Bürger-App, einmal im Sinne der Cloud, etwas für den Bürger finden können."

Für die KI-Fabrik wurde im Rahmen der laufenden Revitalisierung des Tucherparks ein ehemaliges Rechenzentrum entkernt und modernisiert sowie mit leistungsstarker Glasfaseranbindung und moderner Technik ausgestattet. Die Anlage steht in sechs Stockwerken im Münchner Büroquartier Tucherpark, das in den sechziger Jahren am Rande des Englischen Gartens errichtet wurde. Es wurde bereits als Rechenzentrum von der Hypovereinsbank genutzt. Das Kühlkonzept setzt auf Wasser des nahegelegenen Eisbaches.


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