Telekom: Große Nachfrage nach Campusnetzen bei der Industrie

Noch kaum ein Industriegerät kann 5G und die Campusnetze sind noch Prototypen. Doch das Interesse sei riesig, erklärt eine Telekom-Expertin.

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Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, steuert ein AGV (Automated Guided Vehicle ) mit dem Smartphone.
Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, steuert ein AGV (Automated Guided Vehicle ) mit dem Smartphone. (Bild: Deutsche Telekom)

Die Bundesnetzagentur hat bereits 50 Frequenzen für 5G an Industrieunternehmen vergeben. "Wir haben in Deutschland eine hohe Nachfrage", sagte Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, am 25. Juni 2020. Im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg zeigte die Telekom ein Campusnetzwerk, um dort die Anbindung an Edge-Cloud-Computer und die Software zu testen.

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Zu sehen war ein Prototyp eines 5G Stand-Alone-Netzwerks (SA) mit Technik von Ericsson, das auf einer Testfrequenz der Bundesnetzagentur lief. Network Slicing war laut Ericsson noch nicht möglich.

Man habe vor rund einem Jahr angefangen, Campusprodukte zu entwickeln, zuerst auf Grundlage von 4G. "Wir wollen Campusprodukte, die ein öffentliches und ein privates Netz kombinieren und die Anforderungen der Industrie nach Sicherheit und eigener Einflussnahme erfüllen", sagte Williams. Zusätzlich zum abgetrennten privaten Netz mit eigenen Core-Komponenten hat die Telekom das Produkt Campus M, das basierend auf dem öffentlichen Layer dem Industriekunden Quality-Of-Service-Klassen bietet.

5G Campus: Rechenpower in der Edge Cloud

Bei einer niedrigeren Frequenz habe man eine größere Ausleuchtung auf einem Campus-Abschnitt. So könnte man einen Campus in der Öl- und Gas-Branche ausleuchten. "In einer hohen Frequenz haben wir eine geringere Ausleuchtung, aber einen höheren Datendurchsatz", sagte Williams. Der Prototyp der Telekom arbeitet mit einem Edge-Computer von Dell zusammen. Wichtig sei, dass die Rechenpower der Geräte hier weitgehend in der Edge liegt.

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Noch gebe es kaum Geräte, die "5G sprechen, noch viel weniger 5G SA", räumte Williams ein. Typische Endgeräte seien "VR- oder AR-Brillen, oder jedes Datensystem, das etwas ansammelt, zum Beispiel für die Logistiksteuerung, das scannt, was in den Regalen fehlt und bestellt werden muss."

Die Telekom erwartet, dass die Industriekunden "sich nicht täglich um das Netz kümmern wollen" und bietet hier Services. Für die Firmen stehe Sicherheit und Zuverlässigkeit an erster Stelle.

Gezeigt wurde ein Tisch, auf dem mit 5G-Roboter durch eine Lagerhalle in Puppenhausgröße fuhr. Radar prüft mittels Laser die Route auf Hindernisse und berechnet den Weg. Darunter standen der Edge-Rechner neben dem Core des Campus-Netzes in jeweils einer Box.

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