Telekom: Firmen wollen private 5G-Netze "gar nicht selbst betreiben"

Laut Telekom wollen die Firmen in Deutschland ihre über 110 5G-Campusnetze nicht selbst führen. Doch es gibt auch andere Darstellungen.

Artikel veröffentlicht am ,
Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, steuert ein AGV (Automated Guided Vehicle ) mit dem Smartphone.
Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, steuert ein AGV (Automated Guided Vehicle ) mit dem Smartphone. (Bild: Deutsche Telekom)

Deutsche Unternehmen hätten im Allgemeinen wenig Lust, private 5G-Netzwerke selbst zu betreiben. Das sagte Antje Williams, Senior Vice President 5G Campus Networks bei der Telekom, im Gespräch mit Mobile World Live. Konzerne hätten "nicht das Gefühl, dass sie selbst Betreiber sein sollen", was insbesondere für kleinere Konzerne gelte.

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Williams führte aus, die Telekom wolle "nicht unbedingt die Ausrüstung bei den Netzausrüstern einkaufen, um sie für etwas mehr an Firmen zu verkaufen, die ihre eigenen Systeme betreiben". Es gäbe daher eine Anzahl verwalteter Dienste, die die Telekom zusammen mit der 5G-Ausrüstung anbieten würde.

Konzerne würden in den meisten Fällen "nach einem Global Player suchen", der ihre Campus-Netzwerke nicht nur am Hauptsitz in Deutschland, sondern vielleicht auch anderswo verwalte. "Ich denke, die Betreiber haben da ziemlich gute Karten", sagte Williams.

Typische Endgeräte seien "VR- oder AR-Brillen oder jedes Datensystem, das etwas ansammelt, zum Beispiel für die Logistiksteuerung, das scannt, was in den Regalen fehlt und bestellt werden muss", erklärte Williams im Juni 2020 im Gespräch mit Golem.de.

Campus-Netze selber machen: Lufthansa Technik zeigt, wie es geht

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Die Darstellung der Telekom folgt natürlich eigenen Interessen: Die deutschen Netzbetreiber hatten von Anfang an zu verhindern versucht, dass die Bundesregierung gesonderte Frequenzen unabhängig von öffentlichen Netzen an Unternehmen vergibt. Doch seit November 2019 können Campusnetze als eine eigene 5G-Infrastruktur auf dem Firmengelände aufgebaut werden. Unter anderem haben BASF, der Hamburger Hafen und die Deutsche Messe in Hannover Frequenzen erhalten. Im Februar 2021 waren 114 Anträge bei der Bundesnetzagentur für die Firmennetze eingegangen.

Und es gibt durchaus Konzerne, die 5G-Campusnetze erfolgreich selbst betreiben: Im Januar 2020 hatte Lufthansa Technik nach eigenen Angaben das erste 5G-SA-(Stand-Alone-)Netz außerhalb Asiens in der Industrie in Betrieb genommen und nutzt die 5G-Netze seit diesem Zeitraum durchgängig für reale Zwecke. Ein Netz war auch schon im Kern 5G, also 5G SA. Ein anderes Netz wurde in der auch von NSA (Non Stand Alone) auf SA (Stand Alone) angehoben. Das 5G-NSA-Netz, das ein Upgrade erhielt, hat Lufthansa Technik mit Hardware von Nokia errichtet, das ursprüngliche Stand-Alone-Netz zusammen mit Vodafone.

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/mecki78 29. Sep 2021 / Themenstart

Ubiquiti ist ganz billige Hardware. Die verbauen das gleiche Zeug wie 30¤ APs von Noname...

Oktavian 28. Sep 2021 / Themenstart

Da gibt es riesige Konzerne, die nutzen Office 365 inklusive OneDrive, SharePoint, Teams...

Poison Nuke 27. Sep 2021 / Themenstart

das macht die Telekom schon seit Jahrzehnten. Sowas nennt sich Outsourcing und ist in den...

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