• IT-Karriere:
  • Services:

Telekom: Das Geld reicht in Bayern nicht für Glasfaser

Vectoring wird in einem bayrischen Dorf ausgebaut, weil die Förderung nicht für FTTH für alle reicht. Und das ist laut der Deutschen Telekom kein Einzelfall.

Artikel veröffentlicht am ,
Netzausbau der Telekom
Netzausbau der Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Laut der Deutschen Telekom wird in Bayern derzeit oft Vectoring (FTTC - Fiber To The Curb) gefördert ausgebaut, weil das Geld nicht für FTTH (Fiber To The Home) ausreicht. Telekom-Sprecher Markus Jodl sagte Golem.de auf Anfrage: "Wir haben in Bayern mittlerweile in fast allen Ausschreibungen auch FTTH-Anteile. Aber es ist ein Anteil. Die überwiegende Mehrheit der Anschlüsse wird über FTTC realisiert." Das Geld würde nicht reichen, um den gesamten Kernbereich mit FTTH zu versorgen und die Außenbereiche würden gar nichts bekommen.

Stellenmarkt
  1. Savencia Fromage & Dairy Deutschland GmbH, Wiesbaden
  2. Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), Düsseldorf

Diese Entscheidung müssten die Gemeinden treffen und sie täten dies "im Sinne des Allgemeinwohls". Statt nur für wenige FTTH zu bauen, werde "viel für alle" erreicht, mit FTTC und einem Anteil von FTTH, erklärte Jodl.

In Bayern werden laut Experten fast alle Projekte als FTTC-Ausbau realisiert, da das Landesförderprogramm lediglich 50 MBit/s als Mindeststandard definiert und damit FTTC als günstige Variante bevorzugt. In Bundesländern wie Schleswig-Holstein liegt der Mindeststandard höher.

Warum bekommt Balderschwang Vectoring?

Golem.de hatte angefragt, was der Hintergrund für den geförderten Vectoringausbau in der bayerischen Gemeinde Balderschwang im Oberallgäu sei. Jodl betonte: "Die Gemeinde definiert ein Ausbaugebiet und legt die Mindestversorgung von 50 MBit/s fest. Jetzt ist es in der Regel so, dass im Kernbereich die 50 MBit/s mit FTTC gut zu erreichen sind. Teile im Außenbereich (Weiler, Höfe, Ortsteile) würden aber aufgrund der Leitungslänge unter diesen Wert sinken. Die müssen dann mit FTTH angebunden werden."

Der Großteil des geförderten Ausbaus in Bayern entfällt auf FTTC-Netztopologien und Vectoring. Das ergab auch eine Studie des Forschungsinstituts WIK Consult (Wissenschaftliches Institut für Internet und Kommunikationsdienste), die die bayrischen Grünen in Auftrag gegeben und im März 2018 vorgelegt haben. Eine Ausnahme stellt das Sonderprogramm Höfebonus dar, welches einen FTTH-Anteil von 80 Prozent vorschreibt.

Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker erklärte ebenfalls im März: "In den geförderten Projekten wird nur Glasfaser verbaut und die Kommune entscheidet, ob bis zum Kabelverzweiger (FTTC) oder bis in das Haus (FTTB). Über 90.000 Haushalte erhalten aktuell einen direkten Glasfaseranschluss. Über 1.100 Gemeinden setzen FTTB-Projekte um." Bayern sei mit rund 40.000 Kilometer aktuell im Bau befindlicher Glasfaserleitungen bundesweit Spitzenreiter.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. 189,90€ (Vergleichspreis 230,16€)
  2. 111€ (Vergleichspreis 198,17€)
  3. 34,99€ inkl. Versand (Vergleichspreis 55€)
  4. 29,74€ (Vergleichspreis 43,85€)

LinuxMcBook 04. Sep 2018

Also in den Gegenden, in denen die Leitungen richtig überbucht sind, ist teils in den...

bombinho 31. Aug 2018

Generell ist an dieser Ausbauform nichts Schlechtes, so haette sie anfaenglich aussehen...

crunchy 30. Aug 2018

Moin! Wer soll das glauben? Jahrzehntelang (wirklich und in echt!!) sind die gefüllten...


Folgen Sie uns
       


Returnal - Fazit

Im Video stellt Golem.de das Actionspiel Returnal vor.

Returnal - Fazit Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /