Telekom-Chef: "Was die Bundesnetzagentur sagt, ist mir egal"

Die Telekom mache den Glasfaserausbau, obwohl erst wenige Kunden die vorhandenen FTTH-Zugänge buchten. Was bei Tim Höttges trotzig klingt, hat viel mit Vectoring zu tun.

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Telekom-Chef Tim Höttges in der Videokonferenz am 24. Februar 2022
Telekom-Chef Tim Höttges in der Videokonferenz am 24. Februar 2022 (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)

Es sei ihm egal, was Bundesnetzagentur und Monopolkommission sagen. Das erklärte Telekom-Vorstandschef Tim Höttges am 24. Februar 2022 bei der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens auf die Frage, wie man damit umgehe, dass Bundesnetzagentur und Monopolkommission die niedrige Auslastung der Glasfaserzugänge kritisieren. "Es ist mir egal, was Bundesnetzagentur und Monopolkommission sagen. Die Kunden haben mit den Füßen für die Telekom abgestimmt", sagte Höttges. Das sei ihm auch wichtiger als Medienberichte.

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Die Telekom hat nach eigenen Angaben im Festnetz ein Wachstum um rund 84.000 neue Breitband-Kunden im Quartal erreicht. "Unser Marktanteil bei den Neukunden liegt erneut deutlich über 50 Prozent. Im Gesamtjahr sind das 360.000 neue Kunden", erklärte die Telekom.

Man habe inzwischen mehr als 1,2 Millionen Supervectoring-Anschlüsse im Netz, rund 73 Prozent mehr als Ende 2020. Die Telekom gewinne "Marktanteile im Breitband von unseren Wettbewerbern".

Viele Kunden seien zwar bereit, sich auf 100 oder 250 MBit/s upgraden zulassen. "Aber sie wollen nicht 10 Euro mehr für Glasfaser zahlen", sagte Höttges. "Die Auslastung liegt bei 20 Prozent, wir machen das trotzdem", sagte Höttges über den FTTH-Ausbau. Hier gehe es darum, für künftige Entwicklungen mit 4K und 8K sowie auf das Metaverse vorbereitet zu sein. Die Monopolkommission argumentiert dagegen, dass der Take-up bei der Glasfaser wegen Vectoring und Kabelnetz in Deutschland so niedrig sei.

Breko wehrt sich gegen Überbauen durch die Telekom

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"Unsere Technikerinnen und Techniker haben 2021 wie angekündigt 1,2 Millionen neue FTTH-Anschlüsse in Deutschland ermöglicht. Doppelt so viele neue Anschlüsse wie im Vorjahr. Mehr als die Summe aller Wettbewerber", betonte Höttges. Dagegen erklärte der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) auf Anfrage von Golem.de, dass man für das Jahr 2021 noch gar keine Ausbauzahlen veröffentlicht habe. "Die Breko-Mitgliedsunternehmen sind für einen Großteil des Glasfaserausbaus in Deutschland verantwortlich", versicherte man dennoch.

Die Mitgliedsunternehmen wünschten sich von der Telekom, "dass sie das Open-Access-Prinzip in beide Richtungen versteht und auch in der Praxis umsetzt. Um einen flächendeckenden Glasfaserausbau im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu erreichen und weitere Investitionen in die Netze der Zukunft nicht zu gefährden, muss auch die Telekom die Open-Access-Angebote alternativer Netzbetreiber nutzen, statt deren Netze zu überbauen." Hier gebe es noch erhebliches Potenzial, das von der Telekom aktuell nicht genutzt werde.

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DeVille 01. Mär 2022

Nö! Ich hab grad ein Upgrade von Magenta Home L (100 MBit) auf Magenta Home XL (250...

Yo2431 26. Feb 2022

Was soll er merken? Das Kommunen bei der Telekom die Hand aufhalten? Dadurch der...

Yo2431 26. Feb 2022

Im Privatkunden Bereich sind die Preise gleich. Man kann auch zu 1und1 gehen.

Yo2431 26. Feb 2022

Interessengemeinschaft oder auch Lobby.



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