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Telekom-Chef: Kabelnetz erreicht "nirgendwo ein Gigabit"

Laut Telekom -Chef Tim Höttges kann das Kabelnetz mit seiner geteilten Infrastruktur nirgendwo das Gigabit pro Sekunde liefern. Das sei einfach Einbildung.
/ Achim Sawall
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Der Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges (links) und Finanzvorstand Christian P. Illek (Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de)
Der Vorstandsvorsitzende Timotheus Höttges (links) und Finanzvorstand Christian P. Illek Bild: Deutsche Telekom/ Screenshot: Golem.de

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, hat die Bilanzpressekonferenz des Konzerns für neue Angriffe auf Kabelnetzbetreiber Vodafone genutzt. "Das Kabelnetz hat extreme Nachteile. Kabelkunden, die gewechselt sind, sind wieder zu uns zurückgekommen. Das ist einer der Gründe für die Rekordzuwächse" , sagte(öffnet im neuen Fenster) Höttges am 26. Februar 2021. Das Netz der Telekom müsse "nicht geteilt werden" .

Vodafone wirbt damit , in seinem Kabelnetz durch Docsis 3.1 nunmehr 22 Millionen Haushalte mit Gigabit-Datenraten versorgen zu können. Im Upload erreicht das Kabelnetz bis zu 50 Megabit pro Sekunde, im Download maximal 1 GBit/s. Nirgendwo gebe "es 1 Gig, das ist eine reine Marketing- Chimäre" , betonte dagegen Höttges.

Im Festnetz hat die Telekom nach eigenen Angaben rund 400.000 neue Kunden, die sich in Deutschland für einen Breitband-Anschluss der Telekom entschieden haben. Das sei der höchste Wert seit 2010. Mit "Breitband" fasst die Telekom alle schnelleren Zugänge

zusammen, die auf VDSL oder FTTH basieren. "Im vergangenen Jahr haben wir rund 600.000 Haushalte mit Glasfaser versorgt. Diese Zahl verdoppeln wir in diesem Jahr nochmal" , sagte Höttges. Perspektivisch wolle die Telekom sich bis 2024 auf einen jährlichen Ausbau von rund 2,5 Millionen FTTH-Haushalten hocharbeiten. "Ende 2024 würden wir dann rund 10 Millionen Haushalte ausgebaut haben." kündigte Höttges an.

Gebiete, in denen die "Telekom keinen Zugang bekommt, überbauen wir auch" , erklärte Höttges. Es gebe Gebiete, wo die Telekom nur noch die Nummer 3 sei. "Dort überlegen wir uns einen Ausbau" , sagte er.


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