Telekom-Chef: Gebt wegen AI nicht überall Kundendaten ein

"Diesen Morgen haben wir von der Deutschen Telekom einen Vertrag mit vier anderen Netzwerkbetreibern unterzeichnet, um unser eigenes LLM für Telco-spezifische Dienste aufzubauen." Das sagte Telekom-Chef Tim Höttges am 26. Februar 2024 auf dem Mobile World Congress in Barcelona(öffnet im neuen Fenster) . Das Large Language Modell solle sich auch an die Kunden der Telekom aus dem Mittelstand richten, die so etwas "verzweifelt für ihre Kunden" suchten.
"Wir machen das, weil wir nicht allein von den Hyperscalern abhängig sein wollen. Wir wollen unser eigenes System aufbauen. Wir müssen unser Modell selbst trainieren" , sagte Höttges.
Training hat schon begonnen
In einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) nannte die Telekom als Vertragspartner die Mobilfunkkonzerne E& (Etisalat) aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Singtel aus Singapur, die Softbank aus Hongkong und SK Telecom aus Südkorea. Das spezielle LLM soll Telkounternehmen dabei unterstützen, Dialoge mit Kunden durch digitale Assistenten und Chatbots zu verbessern.
Das Modell wird zunächst für die Sprachen Englisch, Deutsch, Koreanisch, Japanisch und Arabisch trainiert. In den vergangenen Monaten begannen Telekom und SK Telecom mit dem Training des LLM. Dafür wurden Daten aus Chats des Kundenservice aufbereitet und für einen datenschutzkonformen Gebrauch pseudonymisiert. SK Telecom sei bei dem Projekt führend, erklärte der Vorstandschef.
"Die Telekom hat im Konzern ein AI-Kompetenzcenter aufgebaut" , sagte Höttges. Dort entwickle ein virtuelles Team von 500 AI-Experten KI-Produkte. Man könne nicht zulassen, dass jeder Mitarbeiter seine eigene Lizenz erwerbe – "hochgradig ineffizient" – oder Kundendaten eingebe. "Wir müssen unsere Daten schützen und nicht in jedem Foundation-Modell dieser Welt teilen" , sagte Höttges.
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