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Telekom-Chef: 300 MBit/s in jedem Wald "sind unverhältnismäßig"

Telekom -Chef Tim Höttges hat die kostengünstige Frequenzverlängerung durch die Bundesnetzagentur gelobt. Doch die Ausbauziele seien "sehr, sehr hoch" .
/ Achim Sawall
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Tim Höttges antwortet auf Fragen der Aktionäre: TelekomHauptversammlung 2025 in Bonn (Bild: Deutsche Telekom/Screenshot Golem.de)
Tim Höttges antwortet auf Fragen der Aktionäre: TelekomHauptversammlung 2025 in Bonn Bild: Deutsche Telekom/Screenshot Golem.de

Die neuen Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur bei 5G-Mobilfunk seien teilweise zu hoch. Das erwiderte(öffnet im neuen Fenster) Deutsche Telekom-Chef Tim Höttges am 9. April 2025 auf der Hauptversammlung des Konzerns in Bonn auf Fragen der Aktionäre. "Es lohnt sich, das Kleingedruckte in der Frequenzverlängerung zu lesen" , betonte Höttges. "99,5 Prozent Flächendeckung mit 5G, das heißt Bandbreiten von 300 MBit/s in jedem Wald und überall, das erfordert von uns einen sehr hohen Aufbau von Infrastruktur, teilweise sogar unverhältnismäßig."

Grundsätzlich begrüße der Konzern die Entscheidung der Bundesnetzagentur hinsichtlich der Spektrumnutzung und der Verlängerung und auch, dass es keine neue Versteigerung gegeben habe. "Aber man muss immer das Kleingedruckte lesen. Das sind sehr, sehr hohe Versorgungsauflagen" , betonte Höttges.

Langfristige Ausbauplanung noch geheim

Die Telekom sei nun dabei, eine neue mittelfristige Ausbauplanung zu machen. "Es werden keine Abweichungen der vorliegenden Investitionsplanung erwartet, langfristig machen wir dazu keine Aussagen."

Erstmals sollen Mobilfunkfrequenzen in diesem Jahr im Gegenzug für einen Netzausbau in der Fläche nicht versteigert werden. Das erklärte der Präsident der Bundesnetzagentur Klaus Müller am 17. März 2025. Zum Ende des Jahres 2025 laufen die Frequenznutzungsrechte in den Bereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2,6 GHz aus, die gegenwärtig vor allem für LTE genutzt werden. Die Netzbetreiber sollen für die Verlängerung der Nutzungsrechte wichtiger Mobilfunkfrequenzen jeweils rund 200 Millionen Euro bezahlen.


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