Telekom: Bis Jahresende verschwinden ISDN und analoges Festnetz
Die Deutsche Telekom stellt jetzt alle Anschlüsse für Weiterverkäufer (Wholesale) mit dem Internet-Protokoll (IP) bereit. Die Telekom und der Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) lobten(öffnet im neuen Fenster) am 20. Mai 2020 in einer gemeinsamen Erklärung die gelungene Zusammenarbeit . "Alle DSL-Wholesale-Anschlüsse werden nun auf der neuen Infrastruktur produziert" , sagte Kerstin Baumgart, Leiterin des Geschäftsbereiches Wholesale von der Telekom Deutschland.
Die Telekommunikationsunternehmen im VATM hätten "einen wesentlichen Beitrag geleistet, damit die Plattformabschaltung planmäßig erfolgen konnte" , sagte Klaus Müller, verantwortlich für die IP-Migration bei Telekom Deutschland. "In diesem Jahr wird nun noch die laufende Migration der reinen Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse ohne DSL-Datenanteil auf die IP-Technologie abgeschlossen" .
"Alle Beteiligten haben konsequent die Migration der Anschlüsse umgesetzt" , sagte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner. Durch die Zusammenarbeit und Einbeziehung der Kunden hätten die Umschaltzeiten auf ein Minimum reduziert werden können. "Die aktive Unterstützung des VATM war dabei sehr wichtig" , sagte Baumgart. Im VATM sind die führenden Firmen United Internet, Vodafone, Deutsche Glasfaser, EWE Tel, Freenet und Telefónica Deutschland.
Im September 2019 hatten Telekom und VATM eine Fristverlängerung bei der Umstellung ihrer Sprachtelefon- und ISDN-Mehrgeräteanschlüsse auf IP vereinbart. Die Migration beziehungsweise Abschaltung der DSL-Daten-Anschlüsse auf den Alt-Plattformen erfolgte aber wie geplant. Grützner erklärte: "Einige Kunden sind die Migration noch nicht konsequent genug angegangen, was nun trotz des langen Vorlaufs in einigen Fällen zu Problemen führt."
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