Telekom: "Beim Glasfaserausbau sind Kooperationen ein fester Teil"

Der Telekom-Chef betont die Bedeutung des Glasfaserausbaus und der Zusammenarbeit mit anderen Netzbetreibern. Wer 40 Prozent Marktanteil habe, könne nicht 100 Prozent Netz bauen.

Artikel veröffentlicht am ,
Hauptversammlung der Deutschen Telekom
Hauptversammlung der Deutschen Telekom (Bild: Deutsche Telekom)

Die Telekomindustrie insgesamt stehe aktuell vor einem großen Wandel, sagte Deutsche-Telekom-Chef Tim Höttges am 28. März 2019 auf der Hauptversammlung des Konzerns in Bonn. Im Mobilfunk beginne die 5G-Ära. Im Festnetz gewinne Glasfaser weiter an Bedeutung. "Neue Zeiten brauchen auch neue Antworten", sagte Höttges. Kooperationen mit Wettbewerbern seien nun fester Teil der Ausbaustrategie. "Wer 40 Prozent Marktanteil hat, kann nicht 100 Prozent Netz bauen."

Aktuell können rund 33 Millionen Haushalte einen Vectoringanschluss (FTTC) von der Telekom erhalten, davon fast 20 Millionen Haushalte mit bis zu 250 MBit pro Sekunde. Als Nächstes folge der verstärkte Ausbau von Glasfaser bis zum Haus (FTTH).

Deutlicher wurde Dido Blankenburg, Vorstandsbeauftragter Breitbandkooperationen des Konzerns, am 27. März 2019 auf den Fiberdays in Wiesbaden. "Wir sind an der Obergrenze dessen, was wir investieren können", erklärte Blankenburg. "Wir kriegen es nicht alleine hin, wenn wir kooperieren, erreichen wir in Summe mehr Flächendeckung." Ein Fiber Business Case rechne sich erst in 15 bis 30 Jahren.

Beim Thema 5G kritisierte Höttges, dass ein Viertel des zur Verfügung stehenden Frequenzspektrums gar nicht erst versteigert werde. Dabei geht es um den Frequenzbereich von 3,7 GHz bis 3,8 GHz, der für eine lokale Nutzung von Industriebetrieben reserviert ist. "Es findet eine künstliche Verknappung öffentlicher Ressourcen statt. Das treibt womöglich den Preis in die Höhe. Am Ende fehlt das Geld für den Ausbau."

Genehmigungszeiten für Antennenstandorte mit zwei Jahren oder mehr in Deutschland seien zu lang.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
i4
BMW lässt sich am Berg nicht updaten

Die Besitzerin eines BMW i4 hat die Fehlermeldung entdeckt, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

i4: BMW lässt sich am Berg nicht updaten
Artikel
  1. Github CEO: Dohmke will Änderungen am KI-Act für Open-Source-Entwickler.
    Github CEO
    Dohmke will Änderungen am KI-Act für Open-Source-Entwickler.

    Der CEO von Github, Thomas Dohmke, hat beim EU Open Source Policy Summit über den KI-Act der EU gesprochen und über die Wichtigkeit von Open Source.

  2. Politische Ansichten auf Google Drive: Letzte Generation mit Datenschutz-Super-GAU
    Politische Ansichten auf Google Drive
    Letzte Generation mit Datenschutz-Super-GAU

    Die Aktivisten der Letzten Generation haben Daten von Unterstützern mitsamt politischer Meinung und Gefängnisbereitschaft ungeschützt auf Google Drive gelagert.

  3. Entwickler: ChatGPT könnte Google-Job mit 183.000 Dollar Gehalt kriegen
    Entwickler
    ChatGPT könnte Google-Job mit 183.000 Dollar Gehalt kriegen

    Google hat ChatGPT mit Fragen aus seinem Entwickler-Bewerbungsgespräch gefüttert. Die KI könne demnach eine Einsteigerposition erhalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€, Powercolor RX 6800 549€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /