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Telekom: Warum sich FTTH in ländlichen Gebieten für die Telekom wieder lohnt

Trotz höherer Baukosten treibt die Telekom den Glasfaser-Ausbau in ländlichen Gebieten verstärkt voran. Eine deutlich höhere Kundennachfrage und gesunkene Erschließungskosten machen dies möglich.
/ Achim Sawall
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Glasfaserausbau im ländlichen Großbeeren südlich von Berlin im Mai 2026 (Bild: Achim Sawall / Golem.de)
Glasfaserausbau im ländlichen Großbeeren südlich von Berlin im Mai 2026 Bild: Achim Sawall / Golem.de

Der Glasfaserausbau in ländlichen Regionen ist zwar teurer, aber die Anschlüsse verkaufen sich besser. Deutsche Telekom-Chef Tim Höttges sagte am 13. Mai 2026 nach Vorlage der Quartalsergebnisse in der Fragerunde mit Journalisten: "Und das haben wir vielleicht ein bisschen vernachlässigt, weil wir immer gesagt haben, dieser Ausbau in den ländlichen Gebieten ist sehr, sehr teuer, aber dafür ist die Akzeptanz in diesen Gebieten viel höher und deswegen gehen wir jetzt auch in die ruralen Gebiete."

Das Unternehmen habe zudem die Kosten durch die Industrialisierung dieses Ausbaus senken können. Doch in diesen etwas teureren ländlichen Gebieten sehe die Telekom "eindeutig dann auch eine höhere Take-up-Rate". Die Kosten seien zwischen 10 und 15 Prozent gesunken, legte Höttges offen. "Und das Geld, was wir hier einsparen, wird in mehr Anschlüsse, gerade im ländlichen Raum, der ja teurer ist, investiert."

Bei einem Mehrfamilienhaus gleich alles erschließen

"Wenn wir einen Haushalt in einem Mehrfamilienhaus bauen" werde versucht, "alle Haushalte in dem Haus gleichzeitig zu erschließen", sagte Höttges. Dieses neue Vorgehen gilt seit Anfang 2026 und zahlt sich offenbar aus: "Für das erste Quartal 2026 haben wir einen starken Zuwachs an neuen Kunden, die einen FTTH-Anschluss nutzen, zu verzeichnen. Das Wachstum beläuft sich auf 148.000 neue Kunden. Das ist ein deutlicher Zuwachs gegenüber der Zahl neuer FTTH-Kunden im ersten Quartal 2025 mit damals 128.000, was einem Anstieg der Neukundenzahl im Jahresvergleich um 15,6 Prozent entspricht", sagte Finanzchef Christian P. Illek.

Dagegen reduzierte die Deutsche Glasfaser, die überwiegend in ländlichen Regionen ausbaut, ihr Geschäft zuletzt stark. Das Unternehmen will den breiten Netzausbau Ende 2027 beenden.


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