Telefónica: Vodafone öffnet sein TV-Kabelnetz für die Konkurrenz

Um Unitymedia kaufen zu können, hat Vodafone jetzt beide Kabelnetze für Telefónica Deutschland geöffnet. Zudem kommt Vodafone den Fernsehsendern entgegen.

Artikel veröffentlicht am ,
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter
Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter (Bild: Vodafone Deutschland)

Vodafone öffnet sein TV-Kabelnetz für Telefónica Deutschland. Das gaben die Partner am 7. Mai 2019 bekannt. Ein Zugangsabkommen für Vodafone und Unitymedia, das den Zugriff auf die Kabelinfrastruktur von Vodafone in Deutschland langfristig sicherstellt, wurde unterzeichnet. Die Vereinbarung gilt vorbehaltlich der geplanten Übernahme von Unitymedia durch Vodafone, die derzeit von der EU-Kommission geprüft wird.

Stellenmarkt
  1. IT Support Specialist (d/m/w)
    Müller-Elektronik GmbH, Salzkotten
  2. SAP ABAP Senior Entwickler (m/w/x)
    über duerenhoff GmbH, Hamburg
Detailsuche

Durch den Zugang zum Kabelnetz kann Telefónica Deutschland sein bundesweites Angebot mit Internet im Festnetzbereich deutlich ausbauen. Das schließt auch die Bereitstellung von TV-Services (Over-the-top-Dienste) wie O2 TV mit ein.

"Durch die Ergänzung mit schnellen Kabelanbindungen haben wir nun Zugriff auf ein umfangreiches Infrastruktur-Portfolio", sagte Markus Haas, Chef von Telefónica Deutschland. Telefónica Deutschland verfügt als einziger der drei Mobilfunkbetreiber über kein eigenes Festnetz.

EU-Kommission soll überzeugt werden

Im Mai 2018 hatte Vodafone mit Liberty Global vereinbart, dessen Kabelnetze in Deutschland, der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien für einen Preis von 18,4 Milliarden Euro zu übernehmen. Doch im Dezember 2018 hatte die EU-Kommission ein eingehendes Prüfverfahren eingeleitet. Man habe Bedenken, dass die Übernahme den Wettbewerb in Deutschland und Tschechien einschränken könnte, hieß es. In Deutschland stünden Vodafone und Unitymedia - die Tochtergesellschaft von Liberty Global in Deutschland - derzeit im Wettbewerb. Obwohl sich die Koaxialkabelnetze von Vodafone und Unitymedia nicht überlappen, bietet Vodafone bundesweit im Netz der Deutschen Telekom DSL-Zugänge an. Die Übernahme könne zudem den Wettbewerb für Investitionen in Docsis 3.1 ausschalten und die Verhandlungsposition des neuen Unternehmens mit Fernsehsendern erheblich stärken.

Golem Akademie
  1. Einführung in die Programmierung mit Rust: virtueller Fünf-Halbtage-Workshop
    21.–25. März 2022, Virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Um den Fernsehsendern entgegenzukommen, verpflichtet sich Vodafone, Sender bei der Verbreitung ihrer Inhalte im Internet nicht einzuschränken und die Netzübergänge so zu gestalten, dass ausreichende Übertragungskapazität über das Internet vorhanden ist. "Darüber hinaus öffnen wir unser Kabelnetz für einen weiteren, starken, bundesweiten Wettbewerber - die Telefónica Deutschland. Wir bieten unserem neuen Highspeed-Partner Geschwindigkeiten an, die schneller sind als das schnellste VDSL-Angebot der Telekom", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter. Die EU-Kommission werde das Paket nun einem Markttest unterziehen, der voraussichtlich im Mai 2019 abgeschlossen sein wird.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


dirk1405 09. Mai 2019

Aus internen Kreisen habe ich das etwas mitbekommen. Es geht um das Problem, wenn VF UM...

dyshoff 08. Mai 2019

Das geht bereits jetzt, entweder durch Zuzahlung oder geschicktes Verhandeln.

Str84ward 07. Mai 2019

Das Kabel-Deutschland Netz war mal richtig gut. Dann kam Vodafone und es wurde schlecht...

Faksimile 07. Mai 2019

Nach der Übernahme ist das eine marktbeherschende Position, da es sich ja im Grunde...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Prozessoren
Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus

Tausende ältere CPUs und andere Hardware lagern bei Intel in einem Lagerhaus in Costa Rica. Damit lassen sich Probleme exakt nachstellen.

Prozessoren: Intel lagert zehn Jahre alte Hardware in geheimem Lagerhaus
Artikel
  1. Zu wenig Triebwerke: Musk warnt vor SpaceX-Pleite
    Zu wenig Triebwerke
    Musk warnt vor SpaceX-Pleite

    Elon Musk sieht sich der nächsten "Produktionshölle" ausgesetzt. Dieses Mal stockt die Fertigung im Raumfahrtunternehmen SpaceX.

  2. 470 - 694 MHz: Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu
    470 - 694 MHz
    Streit um DVB-T2 und Veranstalterfrequenzen spitzt sich zu

    Nach dem Vorstoß von Baden-Württemberg, einen Teil des Frequenzbereichs an das Militär zu vergeben, gibt es nun Kritiken daran aus anderen Bundesländern.

  3. Fleet: Jetbrains bringt neuen leichtgewichtigen Editor
    Fleet
    Jetbrains bringt neuen leichtgewichtigen Editor

    Die IDE-Spezialisten von Jetbrains reagieren auf den Druck durch Visual Studio Code. Zudem gibt es nun Remote-Entwicklung.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Nur noch heute: Bis zu 75% auf Switch-Spiele • AOC 31,5" WQHD 165Hz 289,90€ • Gaming-Sale bei MediaMarkt • G.Skill 64GB Kit DDR4-3800 319€ • Bis zu 300€ Direktabzug: u. a. TVs, Laptops • WD MyBook HDD 18TB 329€ • Switch OLED 359,99€ • Xbox Series S 275,99€ [Werbung]
    •  /